Mindestens ein Toter und 57 Verletzte: Explosion in armenischem Einkaufszentrum

Eriwan (Armenien) – Bei einer schweren Explosion in einem Einkaufszentrum in der Südkaukasusrepublik Armenien sind nach offiziellen Angaben mindestens ein Mensch getötet und 57 weitere verletzt worden.

Zivilisten und Feuerwehrleute befinden sich an der Unfallstelle während Rauch aufsteigt.
Zivilisten und Feuerwehrleute befinden sich an der Unfallstelle während Rauch aufsteigt.  © Daniel Bolshakov/AP/dpa

Die Detonation ereignete sich etwas außerhalb des Zentrums der Hauptstadt Eriwan, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur am Ort des Geschehens berichtete.

Vermutlich war ein Lager mit Feuerwerkskörpern durch einen Verstoß gegen die Brandschutzvorschriften in die Luft geflogen. Dadurch explodierte auch eine Gasleitung. Die Detonation am Sonntagnachmittag (Ortszeit) sei massiv gewesen. Viele Menschen rannten von der Unglücksstelle weg um ihr Leben.

Mehrere Gebäude stürzten ein oder wurden beschädigt. Unter den Trümmern könnten sich nach Angaben von Rettungskräften noch Menschen befinden, hieß es.

Riesige Verpuffung bei Wissenschafts-Experiment: 18 Verletzte, darunter viele Kinder
Unglück Riesige Verpuffung bei Wissenschafts-Experiment: 18 Verletzte, darunter viele Kinder

Zunächst hatte der armenische Zivilschutz von 20 Verletzten gesprochen. Das Feuer war auch nach Stunden noch nicht gelöscht. Über der Stadt breitete sich eine Rauchwolke aus. Auf Autos legten sich Staub und Schutt.

Die frühere Sowjetrepublik Armenien im Südkaukasus mit Grenzen zum Iran, zur Türkei, zu Aserbaidschan und Georgien gehört zu den ärmsten Ländern der Region. Immer wieder kommt es dort zu Verstößen gegen elementare Sicherheitsvorschriften. Rettungskräfte und Feuerwehr waren ohne Schutzmasken im Einsatz.

Wenige Stunden nach der Explosion gingen beim armenischen Zivilschutz zahlreiche Bombendrohungen ein. Danach seien Bomben in der U-Bahn von Eriwan, im Parlament und in anderen Gebäuden gelegt. Passagiere mussten die U-Bahn verlassen, die Stationen wurden von Spezialisten durchsucht.

Informationen über einen Zusammenhang der Ereignisse gab es nicht.

Originaltext vom 14. August 14.17 Uhr, aktualisiert um 17.59 Uhr

Titelfoto: Daniel Bolshakov/AP/dpa

Mehr zum Thema Unglück: