Strafe nach Tanzfehler: Cheer­lea­de­rin (19) muss acht Runden bei extremer Hitze laufen und stirbt

Phuket (Thailand) - Wurde die 19-jährige Studentin Phornphiphat Eaddam trotz enorm hoher Temperaturen zum Ausdauersport gezwungen? Die junge Cheer­lea­de­rin brach kürzlich beim Laufen zusammen und starb.

Sportplatz einer Schule in der thailändischen Provinz Phuket.
Sportplatz einer Schule in der thailändischen Provinz Phuket.  © Margarita Lubarskaya/123RF

Über das tragische Schicksal der jungen Frau berichten aktuell zahlreiche thailändische und internationale Medien.

Geschah das Unglück aufgrund einer schikanierenden Strafe an der Phuket Rajabhat University im Süden Thailands?

Präsident Hiran Prasarnkarn bestritt während einer Pressekonferenz sämtliche Vorwürfe, berichtet die Bangkok Post. Die Studentin sei während eines normalen Aufwärm-Trainings zusammengebrochen, sagte er und kündigte eine genaue Untersuchung an.

Einige Zeugen bestreiten jedoch diese Darstellung. Sie behaupten, Phornphiphat habe wegen eines Fehlers beim Tanzen acht Strafrunden trotz extremer Hitze laufen müssen. Nach der siebten Runde sei die Cheer­lea­de­rin kollabiert, berichtet Daily Star.

Nach dem Unglück am vergangenen Donnerstag wurde die 19-Jährige auf die Intensivstation des Vachira Krankenhauses in Phuket gebracht, wo sie kurz darauf für tot erklärt wurde. Schon während der Fahrt hörte ihr Herz auf zu schlagen.

Phornphiphat Eaddam studierte an der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften und galt unter ihren Mitschülern als gut gelaunte und lebensfrohe junge Frau.

Die Universitätsleitung will nun die Ergebnisse der Autopsie abwarten. Als erste Abhilfemaßnahme soll die Familie der Studentin eine Zahlung in Höhe von 100.000 Baht (circa 2700 Euro) erhalten. "Jeder, der am Tod des Mädchens schuld sein sollte, wird mit Disziplinarmaßnahmen konfrontiert", versprach der Präsident.

Phornphiphats Vater Khanong Eaddam (43) zeigte sich in tiefster Trauer über den Tod seiner Tochter. Sie sei immer gesund gewesen und habe keine chronischen Krankheiten gehabt, sagte er. Nach einem Anruf sei er sofort ins Krankenhaus geeilt. Dort konnte er nur noch sein totes Kind in den Armen halten.

Ein Arzt teilte ihm mit, dass eine umfassende Erschöpfung zu Ohnmacht und Herzversagen geführt habe. Khanong Eaddam schaltete die Polizei ein, will aber vorerst darauf verzichten, die Universität zu verklagen. "Wir möchten einfach nur die Wahrheit erfahren", so der Vater der 19-jährigen Studentin.

Titelfoto: Twitter/Achataya Chuenniran, Margarita Lubarskaya/123RF

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