Tragödie beim Homeschooling! Fünftklässler stirbt beim Lernen

Nam Dan - In Vietnam ist ein Fünftklässler beim Homeschooling gestorben.

In Vietnam lud ein Schüler sein Handy auf, während er am Online-Unterricht teilnahm. Aus bislang ungeklärter Ursache explodierte das Mobiltelefon. (Symbolbild)
In Vietnam lud ein Schüler sein Handy auf, während er am Online-Unterricht teilnahm. Aus bislang ungeklärter Ursache explodierte das Mobiltelefon. (Symbolbild)  © 123rf.com/lightfieldstudios

Laut der vietnamesischen lokalen Tageszeitung Tuoi Tre kam es zu dem Unglück bereits in der vergangenen Woche. Der Leiter der Bildungs- und Ausbildungsabteilung des Distrikts Nam Dan in der Provinz Nghe An im Norden Zentralvietnams, Le Trung Son, bestätigte den tragischen Unfall.

Sons Angaben zufolge habe er selbst am Donnerstagnachmittag zwischen 15 und 17 Uhr online mit den Schulkindern im Heimunterricht gelernt.

Gegen 16 Uhr sei das Handy eines Schülers, der von der Zeitung nur "Q" genannt wurde, plötzlich explodiert, während es gleichzeitig zum Aufladen angeschlossen war. Das Gerät habe er für den Unterricht benutzt. Um welche Marke es sich bei dem Mobiltelefon handelte, ist nicht bekannt.

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Die Kleidung des Jungen habe augenblicklich Feuer gefangen. Als Nachbarn seine Schreie hörten, rannten sie sofort zum Haus der Familie und brachten das schwer verletzte Kind mit starken Verbrennungen in die Notaufnahme.

Doch "Q." überlebte nicht. Er wurde kurz nach seiner Ankunft für tot erklärt.

Mitschüler werden seelsorgerisch betreut

Der Bildungsbeamte Son sagte, dass die Coronavirus-Situation im Distrikt Nam Dan unter Kontrolle sei und die Schüler im gesamten Distrikt seit drei Wochen wieder zur Schule gehen. Derzeit bieten die Bildungsstätten jedoch noch einmal pro Woche Homeschooling an, um einen weiteren Ausbruch von Covid-19 zu verhindern.

Über die Familie des Jungen ist nur bekannt, dass er der zweite Sohn war. Die Bezirkspolizei Nam Dan ermittelt in dem Fall. Die anderen Schüler des Online-Kurses werden derzeit seelsorgerisch betreut.

Erst Ende September kündigten die Behörden von Ho-Chi-Minh-Stadt (früher bekannt als Saigon) das Ende des Lockdowns und eine schrittweise Lockerung der Corona-Beschränkungen an. Nach Angaben der vietnamesischen Regierung wurden allerdings zuletzt wieder mehr als 3000 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden registriert.

Titelfoto: 123rf.com/lightfieldstudios

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