Unglück in den Dolomiten: Mindestens sechs Tote nach massivem Gletscherbruch!

Bozen - Mit brachialem Donnern stürzten Massen an Eis, Schnee und Felsen von einem Gletscher in Norditalien ins Tal. Sie rissen Bergsteiger mit sich, einige in den Tod. Der gewaltige Gletschersturz an der Marmolata, dem höchsten Berg der Dolomiten, hat am Sonntag mindestens sechs Menschenleben gefordert. Bis zu 14 weitere Alpinisten wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Weitere Opfer wurden befürchtet.

In einem Video ist zu sehen, wie die Eismassen sich plötzlich lösen.
In einem Video ist zu sehen, wie die Eismassen sich plötzlich lösen.  © Screenshot/Youtube/Il Dolomiti

Über die Nationalität der Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

Durch den Gletscherbruch wurde auch der normale Aufstiegsweg auf den 3343 Meter hohen Berg getroffen, auf dem sich gerade mehrere Seilschaften befanden; zwei davon wurden getroffen.

Einen Schwerverletzten flogen die Retter in ein Krankenhaus von Treviso. Zwei weitere Verletzte kamen in das Krankenhaus Belluno, fünf nach Trient. Die Such- und Rettungskräfte mussten äußerst vorsichtig vorgehen, weil die Gefahr bestand, dass weitere Eis- und Felsstürze folgen könnten.

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18 Menschen befanden sich den Angaben zufolge oberhalb der abgebrochenen Stelle und warteten auf ihre Rettung.

Der Gletscherbruch im Video

Rettungsleitstelle berichtet auf Twitter von dem Unglück

Wegen der Gefahr von neuen Gletscherstürzen wurde die Suche nach weiteren Opfern des Unglücks in den Dolomiten am Boden vorerst unterbrochen. Wie die Einsatzkräfte am Sonntagabend mitteilten, wurden die Bergretter von der Flanke des Berges Marmolata abgezogen. Zunächst müsse geklärt werden, wie sicher die Lage für die Helfer sei. Die Helikopter waren indes weiter im Einsatz.

"Wir haben ein lautes Geräusch gehört, typisch für einen Bergsturz", sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur Ansa. "Danach sahen wir eine Lawine von Schnee und Eis in hoher Geschwindigkeit in Richtung Tal stürzen und wir wussten, dass etwas Schlimmes passiert ist."

Erstmeldung 17.10 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 21.21 Uhr.

Titelfoto: Screenshot/Youtube/Il Dolomiti

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