Tragödie am Meer: Vater rettet drei Kinder aus der Strömung, doch für ihn kommt jede Hilfe zu spät

Barmouth (Wales)/ Telford (England) - Bitteres Ende eines Familienausflugs: Jonathan Stevens (†36) tat alles, um dreien seiner sieben Kinder das Leben zu retten, als sie am Sonntag im walisischen Barmouth in eine Meeresströmung gerieten. Der 36-Jährige konnte alle seine Sprösslinge retten, bezahlte jedoch mit seinem eigenen Leben, berichtet aktuell die "Sun". 

Laura Burford (links) steht unter Schock: Ihre Kinder müssen nun ohne ihren Vater Jonathan Stevens (†36) aufwachsen.
Laura Burford (links) steht unter Schock: Ihre Kinder müssen nun ohne ihren Vater Jonathan Stevens (†36) aufwachsen.  © GoFundMe/Screenshot/Mel Plowman

Stevens' Partnerin  Laura Burford war zu Hause im englischen Telford, als das Unglück geschah. Der Handwerker kämpfte zeitgleich mit all seiner Kraft um das Leben seiner zehn bis zwölf Jahre alten Kinder, die in der Flut zu ertrinken drohten.

Zwar schaffte es der Brite sie alle zu retten, doch er selbst überlebte nicht. Polizei, Sanitäter und Beamte der Küstenwache wurden am Sonntag kurz vor 14 Uhr zu Hilfe gerufen.

Vor Ort brachten die Retter die Kinder in Sicherheit und zogen Jonathan Stevens aus dem Meer. Zwar wurde der Familienvater noch mit einem Helikopter zum Krankenhaus geflogen, doch dort verstarb er kurz nach seiner Ankunft. 

Zwei der drei Kinder kamen ebenfalls in eine Klinik - sie schwebten jedoch nie in Lebensgefahr und mussten zum Glück mit lediglich leichteren Verletzungen behandelt werden.

Laura Burford: "Es gibt keine Worte, um den Schmerz zu beschreiben"

Ein Sprecher der Polizei von Nordwales bestätigte: "Der Mann, der vermutlich Mitte 30 ist, wurde mit einem Hubschrauber nach Ysybyty Gwynedd gebracht, wo er auf tragische Weise starb."

Seine Frau zeigte sich entsprechend schockiert, nachdem sie von der grausamen Tragödie erfahren hatte und sagte: "Ich bin absolut am Boden zerstört zu sagen, dass ich die vollkommene Liebe meines Lebens verloren habe."

Und weiter: "Alle sieben seiner schönen Kinder haben ihren Vater verloren. Er starb, um das Leben seiner Kinder im Meer zu retten... Es gibt keine Worte, um den Schmerz zu beschreiben. Ich werde ihm immer dankbar sein, dass er unsere Babys zurückgebracht hat... Ich liebe ihn, habe ihn immer geliebt und werde es immer tun."

Eine Freundin richtete unterdessen eine "GoFundMe"-Seite für die Familie ein. Dort sammelt sie Spenden, um zumindest einen Teil der nun entstehenden Kosten zu kompensieren. 

Titelfoto: GoFundMe/Screenshot/Mel Plowman

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