Weltkriegs-Bombe explodiert in den Flitterwochen: Braut landet schwer verletzt im Krankenhaus

Ukraine - Zwei Tote und eine schwer verletzte Braut: So tragisch endete eine Feier während der Flitterwochen eines frischgebackenen Ehepaares, als auf einmal eine Bombe aus dem Ersten Weltkrieg unter ihnen explodierte!

Bei der Trauung strahlte das Paar noch, die Flitterwochen von Lidiia und Norbert entwickelten sich dann aber zu einem Albtraum.
Bei der Trauung strahlte das Paar noch, die Flitterwochen von Lidiia und Norbert entwickelten sich dann aber zu einem Albtraum.  © faecbook.com/Оксана Макарчук

Erst im August hatten sich Lidiia Makarchuk und ihr Mann Norbert Varga in Großbritannien das Ja-Wort gegeben, Mitte September reisten die beiden dann mit einigen Freunden in die Karpaten. Doch dieser Flitterwochen-Ausflug in einen ukrainischen Wald sollte für die 31-Jährige und ihren 43 Jahre alten Ehemann schreckliche Folgen haben.

Wie die britische "Sun" berichtet, hatte die zwölfköpfige Hochzeits-Gruppe ein Lagerfeuer im Wald entzündet und damit aus Versehen eine tödliche Tragödie in Gang gesetzt.

Denn im Erdboden direkt unter ihnen befand sich eine noch nicht detonierte Bombe aus dem Ersten Weltkrieg - und die ging wegen des Feuers nun urplötzlich hoch!

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Durch die Explosion wurden mehrere Menschen schwer verletzt. Der 29-jährige Bruder der Braut, Myroslav, sowie ein weiterer Party-Gast verstarben noch an Ort und Stelle, bevor die ersten Ärzte und Krankenwagen sie erreichen konnten.

Lidiia Makarchuk selbs^t wurde von etlichen Schrapnellen getroffen und erlitt Wunden an ihren Händen, ihren Augen und im gesamten Gesicht.

Bruder der Braut verstirbt: "Er hat zwei Stunden lang um sein Leben gekämpft"

"Es fühlte sich an, als hätte jemand einen Stein genommen und ihn in mein Gesicht geworfen, vor allem auf meine Nase", erinnert sich die Ukrainerin an die Detonation. "Dann hatte ich ein Pfeifen auf den Ohren und dann folgte Stille, in der ich nur noch mich selbst hören konnte."

Ihr Gatte Norbert war zum Zeitpunkt der Explosion gerade in seinem Zelt und überstand das Ganze deshalb weitestgehend unverletzt. Er versuchte anschließend, seine Frau und deren Bruder zu versorgen: "Ich habe seinen Kopf bandagiert und ihn in die stabile Seitenleitung gebracht, aber es war zu spät. Er hat zwei Stunden lang um sein Leben gekämpft."

Die Bombe stammte wohl aus einer Offensive aus dem Jahr 1916, als Russland in dem Gebiet gegen Österreich-Ungarn gekämpft hatte.

Die 31-jährige Braut liegt seit dem Unglück im Krankenhaus, inzwischen kann sie aber immerhin wieder selbstständig laufen.

Weil sie keine Reiseversicherung hat, muss das Ehepaar die Arztrechnungen allerdings selbst bezahlen. Deshalb hat ihre Cousine eine Spenden-Aktion gestartet und damit schon mehr als 27.800 britische Pfund (umgerechnet fast 33.000 Euro) eingenommen.

Titelfoto: faecbook.com/Оксана Макарчук

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