Werdender Vater stirbt kurz vor der Geburt seiner Tochter: Diese herzergreifende Nachricht hinterlässt er ihr

Sydney (Australien) - Auf einmal brach er beim Shopping in einem Einkaufzentrum in Sydney zusammen. Von diesem Tag an stand die Welt von Scott Ferguson Kopf.

Kurz vor seinem Tod: Scott Ferguson mit seiner Jaymie.
Kurz vor seinem Tod: Scott Ferguson mit seiner Jaymie.  © Instagram/Screenshot/jaymie.ferguson

Im Februar 2018 wurde bei dem damals 33-Jährigen ein Hirntumor diagnostiziert, der bereits die schlimmstmögliche vierte Stufe erreicht hatte. Für Scott und seine Freundin Jaymie war klar, dass sie nicht mehr viel gemeinsame Zeit vor sich hatten.

Aus diesem Grund war Fergs, wie ihn viele nannten, fest entschlossen, seine letzten Träume noch zu erfüllen. Der Australier heiratete seine Jaymie schon kurz darauf und genoss mit ihr wunderschöne Flitterwochen am Great Barrier Reef.

Danach begann Scott zusammen mit Jaymie, an ihrem gemeinsamen Traum zu arbeiten: ein eigenes Baby. Schon sein Leben lang hatte der nun schwer kranke Mann davon geträumt, Vater zu werden.

Dies ging aufgrund der Umstände nur noch mittels künstlicher Befruchtung. Zehn Monate versuchte es das Paar, bis die erlösende Nachricht kam: Jamie war schwanger. Ihr Mann wollte daraufhin bei allen Untersuchungen dabei sein, hatte einen weiteren Grund zu kämpfen.

Scott nahm an jedem Termin teil, weil er "wirklich stur war", wie seine Frau jetzt im Gespräch mit 7News erzählte.

Im März dieses Jahres verstarb der werdende Vater. Seine Lebenserwartung hatte er zu jenem Zeitpunkt bereits um das Fünffache überschritten.

Jaymie Ferguson will Bewusstsein für Krankheit schärfen

Die gewonnene Zeit reichte jedoch nicht mehr, um seine Tochter kennenzulernen. Isla Scott Ferguson wurde vier Wochen nach der Beerdigung ihres Vaters geboren.

Jaymie sagte, sie sei von Freude überwältigt gewesen - aber auch am Boden zerstört, weil ihr Mann nicht mehr da war, um sein kleines Mädchen festzuhalten.

Scott hinterließ Notizen und Videos für seine Familie, bevor er starb. In einem Clip für Isla sagte er: "(Ich habe) hart gekämpft, damit ich hier sein kann, um Dich zu treffen." Er fügte hinzu: "Du sollst wissen, dass ich nie aufgegeben habe."

Er schrieb ihr sogar ein Buch mit einer herzzerreißenden Botschaft: "Wachse träumend auf. Folge Deinen Träumen, Du musst nicht wie alle anderen leben. Deine Eltern werden immer stolz sein und jeden Tag an Dich denken... Solange Du jeden Tag einmal lächelst, wird alles in Ordnung sein."

Jaymie hofft nun, das Bewusstsein zu schärfen und möchte, dass mehr getan wird, um anderen zu helfen, bei denen dieselbe Krankheit diagnostiziert wird. Sie sagte: "Wir müssen das Stigma um Hirnkrebs in Australien brechen."

Titelfoto: Instagram/Screenshots/jaymie.ferguson

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