76.000 Hennen nach Vogelgrippe-Ausbruch in Großbetrieb getötet

Kiel – Nach einem Ausbruch der Geflügelpest sind in einer Geflügelhaltung im Kreis Plön etwa 76.000 Legehennen getötet worden.

Blick auf einen Geflügelbetrieb im Kreis Plön. Dort mussten 76.000 Legehennen getötet werden.
Blick auf einen Geflügelbetrieb im Kreis Plön. Dort mussten 76.000 Legehennen getötet werden.  © Daniel Bockwoldt/dpa

"Für den Betrieb ist das ein herber Schlag", sagte Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Dienstag. "Wir müssen dafür sorgen, dass es möglichst bei diesem einen größeren Ausbruch bleibt."

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums werden die Kadaver von einer Firma entsorgt. Die beiden Ställe des Betriebs waren am Montag mit Kohlendioxid ausgegast worden.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hatte in dem Bestand zuvor den Subtyp H5N8 nachgewiesen. Laut Ministerium war es der größte Betrieb, der bislang in Schleswig-Holstein von der Geflügelpest betroffen war. Die Tötung der Tiere soll verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet.

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Vogelgrippe Nach Aufhebung der letzten Geflügelpest-Sperrzone: Neuer Fall in Niedersachsen

Im Norden ist in bislang neun Geflügelhaltungen mit insgesamt rund 81.000 Tieren die Geflügelpest nachgewiesen worden. Zudem wurde die Krankheit bei etwa 485 Wildvögeln nachgewiesen.

Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vorkommt. Auch wenn die derzeit zirkulierenden Erreger dem FLI zufolge nicht auf den Menschen übertragen werden können, sollten tote Tiere nicht angefasst werden.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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