Geflügelpest weitet sich aus: Schon 300.000 Tiere mussten sterben

Schwerin - Im Zuge der Geflügelpest mussten in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Monaten rund 300.000 Tiere sterben.

In einem Mastbetrieb ist die Geflügelpest ausgebrochen. (Symbolbild)
In einem Mastbetrieb ist die Geflügelpest ausgebrochen. (Symbolbild)  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Dies seien mehr Tiere als in allen vorherigen Geflügelpestseuchen, teilte das Agrarministerium in Schwerin auf Anfrage mit.

Die Geflügelpest grassiert den Angaben zufolge insbesondere im Winterhalbjahr von Ende Oktober bis in den April hinein und steht somit im engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Vogelzug.

Seit Ende Februar sei die Zahl der Geflügelpestfälle bei Wildvögeln erneut angestiegen, überwiegend Schwäne und Gänse seien derzeit von Todesfällen betroffen.

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Das Ministerium rechnet aufgrund der tendenziell eher steigenden Temperaturen mit weniger Ausbrüchen in den kommenden Wochen.

"Eine wirkliche Entspannung der Lage können wir erst mit dem Ende des Vogelzuges erwarten. Bis zur Entwarnung bitte ich daher alle Halterinnen und Halter von Geflügel, egal ob Betrieb oder Hausbestand, weiterhin zu hoher Aufmerksamkeit und Vorsicht", sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD).

Wenn sich das Geflügel auffällig verhalte, müsse umgehend das jeweils zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt informiert werden.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

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