Geflügelpest breitet sich in Brandenburg aus: Mehr als 25.000 Puten getötet

Potsdam - Vogelgrippe auf dem Vormarsch: Wenige Tage nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Betrieb im Nordosten Brandenburgs ist eine weitere Putenhaltung betroffen.

Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (64, Grüne) hat den zuständigen Landesausschuss am Mittwoch über dem Ausbruch der Vogelgrippe in einer zweiten Putenmast im Landkreis Märkisch-Oderland informiert.
Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (64, Grüne) hat den zuständigen Landesausschuss am Mittwoch über dem Ausbruch der Vogelgrippe in einer zweiten Putenmast im Landkreis Märkisch-Oderland informiert.  © Soeren Stache/dpa

Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (64, Grüne) sagte am Mittwoch in einer Sitzung des zuständigen Landtagsausschusses, ein zweiter Putenmastbetrieb sei 900 Meter vom ersten Betrieb im Landkreis Märkisch-Oderland unweit der polnischen Grenze betroffen.

Dort seien rund 16.500 Puten getötet worden, sagte Sprecher Dominik Lenz. Nach Angaben des Ministeriums hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) den Virustyp H5N1 bestätigt.

In der Putenhaltung, in der der vorherige Fall der Tierseuche Ende vergangenen Jahres auftrat, mussten der Ministerin zufolge 19.000 Tiere gekeult werden.

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"Das ist natürlich sehr traurig", sagte Nonnemacher mit Blick auf die Tötung der Tiere. "Ich fürchte, es wird nicht bei diesen beiden Fällen bleiben."

159.000 Tiere in der vergangenen Vogelgrippe-Saison in Brandenburg getötet

In zwei Putenmastbetrieben im Landkreis Märkisch-Oderland mussten nach dem Ausbruch der Geflügelpest mehr als 25.000 Tiere getötet werden. (Symbolfoto)
In zwei Putenmastbetrieben im Landkreis Märkisch-Oderland mussten nach dem Ausbruch der Geflügelpest mehr als 25.000 Tiere getötet werden. (Symbolfoto)  © Carmen Jaspersen/dpa

Innerhalb eines Radius von 10 Kilometern um die Betriebe gilt eine Stallpflicht für mindestens 30 Tage. Auf Bundesebene sei in dieser Woche eine Konferenz zur Geflügelpest geplant.

In diesem Herbst und Winter war das Virus bisher bei Wildvögeln und in zwei Kleinstbeständen in Brandenburg nachgewiesen worden. In der vergangenen Saison mussten rund 159.000 Tiere im Land getötet werden.

Nach Angaben des FLI läuft derzeit in Europa die bisher stärkste Geflügelpestepidemie ab. Die Seuche - umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt - ist für Hausgeflügel hochansteckend.

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Ein Erkrankungsfall beim Menschen ist in Deutschland laut Ministerium bisher nicht aufgetreten.

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa, Soeren Stache/dpa (Bildmontage)

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