Geflügelpest: Landwirte setzen auf verschärftes Monitoring

Oldenburg - Angesichts der sich erneut ausbreitenden Geflügelpest in Niedersachsen setzt die Branche auf ein intensives Monitoring der Tierbestände.

Kisten mit Enten stehen auf dem Gelände eines Geflügelbetriebs im Kreis Cloppenburg übereinander. Erstmals in diesem Herbst wurde dort in Niedersachsen die für Tiere hochansteckende Geflügelpest nachgewiesen worden, rund 39.000 Tieren müssen getötet werden.
Kisten mit Enten stehen auf dem Gelände eines Geflügelbetriebs im Kreis Cloppenburg übereinander. Erstmals in diesem Herbst wurde dort in Niedersachsen die für Tiere hochansteckende Geflügelpest nachgewiesen worden, rund 39.000 Tieren müssen getötet werden.  © Markus Hibbeler/dpa

In den Gemeinden Bösel und Garrel im Kreis Cloppenburg, wo es im vergangenen Winter besonders viele Ausbrüche in Nutzviehbeständen gab, sollen die Tiere intensiv beobachtet werden, um eine größere Ausbreitung zu vermeiden, sagte der Geschäftsführer des Niedersächsischen Geflügelwirtschaftsverbandes, Dieter Oltmann, in Oldenburg.

Die Bestände sollen dort zweimal pro Woche beprobt werden.

Wegen der Offenhaltungsställe seien bei der letzten Geflügelpest-Epidemie vor allem Putenbestände betroffen gewesen, sagte Oltmann. Von Herbst 2020 bis zum Frühsommer 2021 hätten in Niedersachsen insgesamt rund 1,1 Millionen infizierte Tiere getötet werden müssen.

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"Bei der Tierseuchenkasse sind Schäden entstanden von knapp 23 Millionen Euro." Das der bislang schlimmste Geflügelpest-Ausbruch gewesen.

Am Mittwoch war erstmals in diesem Herbst in Niedersachsen die für Tiere hochansteckende Geflügelpest in einem Nutztierbestand im Kreis Cloppenburg nachgewiesen worden.

Rund 39.000 Enten mussten in Friesoythe getötet werden.

Titelfoto: Markus Hibbeler/dpa

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