Nach Ausbruch in Sachsen: Geflügelpest nun auch in Nachbar-Bundesland Brandenburg

Potsdam/Grimma - In einer Hobbytierhaltung in der Lausitz ist erstmals in diesem Jahr der Geflügelpesterreger H5N8 nachgewiesen worden. In der Haltung im Brandenburger Landkreis Spree-Neiße mit gut 50 Tieren waren erhöhte Verluste aufgetreten, wie das Verbraucherschutzministerium am Dienstag mitteilte.

In Mutzschen (Grimma, Landkreis Leipzig) mussten nach einem Ausbruch der Vogelgrippe 9000 Tiere getötet werden.
In Mutzschen (Grimma, Landkreis Leipzig) mussten nach einem Ausbruch der Vogelgrippe 9000 Tiere getötet werden.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Der Bestand sei sofort durch das zuständige Veterinäramt gesperrt und untersucht worden. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hatte den Subtyp nachgewiesen, das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) bestätigte den Verdacht.

Seit im Oktober die Seuche wieder verstärkt bei Wildvögeln und auch in Nutzbeständen in den benachbarten Bundesländern und europaweit aufgetreten sei, sei Brandenburg in Alarmbereitschaft, sagte die Staatssekretärin für Verbraucherschutz, Anna Heyer-Stuffer.

Die Ursache für die Infektion sei noch unklar. Das Geflügelpestvirus war in diesem Herbst bisher bei vier Wildvögeln im Land nachgewiesen worden. Das Ministerium hatte Mitte Dezember Stallpflicht angeordnet.

Im benachbarten Sachsen war am 1. Weihnachtsfeiertag ein Verdachtsfall in einem Tierbestand in Mutschen durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt worden (TAG24 berichtete).

Rund 9000 Gänse des Zuchtbetriebs im Landkreis Leipzig wurden im Anschluss gekeult. Die Beseitigung der erkrankten Tiere sei abgeschlossen, hatte das Gesundheitsministerium am Montag mitgeteilt (TAG24 berichtete).

Auch eine erste Desinfektion in den Ställen sei abgeschlossen, hieß es. Damit sei eine weitere Verbreitung des Virus H5N8 auf andere Betriebe ausgeschlossen.

Infektionen bei Menschen mit dem Erreger wurden nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums bisher nicht bekannt.

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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