Nach Ausbruch von Geflügelpest: 67.000 Hennen getötet und entsorgt

Gnoien (Landkreis Rostock) - Nach dem Übergriff der Vogelgrippe auf einen der größten Geflügelhalter in Mecklenburg-Vorpommern wurden bei zwei Betrieben in Eschenhörn bei Gnoien nun alle betroffenen Ställe geräumt.

Ein Mitarbeiter schließt den mit einer Schutzplane abgehängten Außenzaun nach dem Vogelgrippe-Ausbruch im Gut Eschenhörn. In zwei Betrieben mussten insgesamt 67.000 Hennen getötet und entsorgt werden.
Ein Mitarbeiter schließt den mit einer Schutzplane abgehängten Außenzaun nach dem Vogelgrippe-Ausbruch im Gut Eschenhörn. In zwei Betrieben mussten insgesamt 67.000 Hennen getötet und entsorgt werden.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Wie ein Sprecher des Landkreises am Freitag sagte, seien 67.000 Bio-Legehennen getötet und entsorgt werden. Der Kreis hatte dies - trotz großer Abstände der Ställe zueinander - damit begründet, dass es in erster Linie um die Eindämmung der Seuche geht.

In einem Stall war bei toten und kranken Tieren das Virus H5N8 nachgewiesen worden.

Jetzt laufe die Desinfektion der Stallgebäude und des Umfeldes der Betriebe an, das werde mehrere Wochen dauern.

Dabei wird - wie vorgeschrieben in diesen Fällen - auf den Dung eine Kalksubstanz aufgebracht, die mit dem Dung erst reagieren muss. Danach wird das Ganze wieder geräumt und entsorgt. Dann werde nochmals desinfiziert.

Der Leiter des am stärksten betroffenen Betriebes, Steffen Schönemeyer vom Gut Eschenhörn, rechnet mit einem Millionenschaden. Bio-Legehennen seien nicht ohne weiteres verfügbar und müssten 20 Wochen vorher bestellt werden.

Das bedeute fast ein halbes Jahr ohne Einkommen für die Firma mit 24 Beschäftigten. Die Entschädigung der Tierseuchenkasse decke nur etwa die Hälfte der Kosten ab. Landesagrarminister Till Backhaus (61, SPD) will am Freitag mit den Landräten über schärfere Vorsorgemaßnahmen beraten.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Vogelgrippe:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0