Sachsen trifft die nächste Seuche! 9000 Zuchtgänse an Weihnachten getötet

Mutzschen/Grimma - Was für ein Seuchenjahr in Sachsen: Erst Corona, dann Afrikanische Schweinepest und nun auch noch die Vogelgrippe. Über Weihnachten mussten in Sachsens größtem Gänsezuchtbetrieb 9000 Tiere getötet werden (TAG24 berichtete). In Teilen Nordsachsens und dem Landkreis Leipzig darf sämtliches Federvieh die Ställe nicht mehr verlassen.

Sachsen hat die Vogelgrippe. Rund 9000 Zuchtgänse mussten über Weihnachten getötet werden.
Sachsen hat die Vogelgrippe. Rund 9000 Zuchtgänse mussten über Weihnachten getötet werden.  © Frank Schmidt

Für Sachsens bekannten Gänsebauern Lorenz Eskildsen (56) war es das Horror-Fest schlechthin. Seit dem 23. Dezember starben plötzlich reihenweise Tiere seines Zuchtbestandes.

Eskildsen alarmierte die Behörden und am ersten Weihnachtsfeiertag bestätigte das auf Tierseuchen spezialisierte Friedrich-Loeffler-Institut die böse Vorahnung: Vogelgrippe-Virus H5N8!

Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD) eilte umgehend nach Mutzschen und berief gemeinsam mit Landrat Henry Graichen (44, CDU) einen Krisenstab ein.

Mehrere Ortsfeuerwehren bauten eine Dekontaminierungsstrecke auf. Bis zum gestrigen Sonntag mussten dann in den Mutzschener Ställen sämtliche 9000 Zuchtgänse getötet werden.

Feuerwehrleute in Schutzanzügen stehen am Eingang der Gänsezucht in Mutzschen - sie haben eine Dekontaminationsstrecke aufgebaut.
Feuerwehrleute in Schutzanzügen stehen am Eingang der Gänsezucht in Mutzschen - sie haben eine Dekontaminationsstrecke aufgebaut.  © Peter Endig/dpa

Bislang gehen die Behörden von einem lokalen Ausbruch der Vogelgrippe aus. Im Umkreis von zehn Kilometern um den Betrieb wurde ein Sperr- und Beobachtungsgebiet ausgerufen.

Sämtliche Geflügelhalter dort müssen ihre Tiere bis auf weiteres in den Ställen belassen.

UPDATE, 16 Uhr: Beseitigung erkrankter Tiere abgeschlossen

Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Zuchtbetrieb im Landkreis Leipzig ist die Keulung der infizierten und erkrankten Tiere beendet. Betroffen waren rund 9000 Gänse. Wie das Gesundheitsministerium am Montag weiter mitteilte, wurde auch eine erste Desinfektion in den Ställen abgeschlossen. Damit sei eine weitere Verbreitung des Virus H5N8 auf andere Betriebe ausgeschlossen, hieß es.

"Der Herd des Ausbruchs konnte durch ein schnelles Handeln beseitigt werden. In der Sperrzone hat die Untersuchung der Tiere in den weiteren Geflügelbetrieben jetzt oberste Priorität", betonte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD).

Titelfoto: Peter Endig/dpa

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