Waldbrand in Brandenburg unter Kontrolle, Bombenfund erschwert Löscharbeiten

Falkenberg (Elbe-Elster) - Bei der Waldbrandbekämpfung im Elbe-Elster-Kreis machen den Feuerwehrleuten zusehends munitionsbelastete Bereiche zu schaffen.

Auch Wasserwerfer der Brandenburger Polizei sind bei der Brandbekämpfung zum Einsatz gekommen.
Auch Wasserwerfer der Brandenburger Polizei sind bei der Brandbekämpfung zum Einsatz gekommen.  © Jan Woitas/dpa

Erschwert wurden die Löscharbeiten am Mittwoch durch einen Bombenfund auf sächsischem Territorium unweit der Landesgrenze.

Nach Angaben des Landkreises wurde ein Sperrkreis von 1000 Metern gezogen, der nach Elbe-Elster reicht. Auf den jeweiligen Landesseiten könne dort derzeit keine Brandbekämpfung stattfinden.

Die Verantwortlichen seien im Austausch, um die Bombenräumung schnellstmöglich zu organisieren. Die Sperrung der Bundesstraße 183 Bad Liebenwerda-Torgau zwischen der Abfahrt Beilrode und der Ortslage Marxdorf muss deshalb weiter bestehen bleiben.

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Dagegen steht der für Löschwasser genutzte und deshalb gesperrte Kiebitzsee den Angaben zufolge ab sofort wieder für den Badebetrieb zur Verfügung.

Entwarnung gibt es bei dem verheerenden Waldbrand im Süden Brandenburgs auch weiter nicht, die Lage ist nach Angaben des Kreisbrandmeisters aber mittlerweile unter Kontrolle.

Löschhubschrauber abgezogen, neuer Räumpanzer soll weitere Brandschneisen schlagen

Ein Räumpanzer der Bundeswehr wartet am Flughafen Lönnewitz-Falkenberg auf seinen Marschbefehl, um einen beschädigten Pionierpanzer zu ersetzen.
Ein Räumpanzer der Bundeswehr wartet am Flughafen Lönnewitz-Falkenberg auf seinen Marschbefehl, um einen beschädigten Pionierpanzer zu ersetzen.  © Jan Woitas/dpa

Das hätten die Auswertungen der Luftbilder mit der Wärmekamera ergeben. Evakuierungen von Ortslagen seien kein Thema mehr.

"Jetzt geht es darum, die Ablöscharbeiten am Boden zu forcieren", sagte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (54, CDU). Man rechne bei steigenden Temperaturen wieder mit einzelnen offenen Feuern bei wechselnden Winden.

Die Löschhubschrauber der Bundeswehr werden abgezogen, der Einsatz aus der Luft ist erfolgreich gewesen, wie es vom Landkreis hieß. Rund 360 Einsatzkräfte waren an Nachmittag noch mit dem Großbrand beschäftigt.

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Das Feuer wütet noch auf 500 Hektar. In den Abendstunden soll ein Pionierpanzer Dachs der Bundeswehr helfen, Riegelstellungen zu errichten.

Ein neuer Panzer der Bundeswehr, der Schneisen für die Feuerwehren schlagen soll, wurde am späten Nachmittag erwartet. Ein erster Panzer war nicht mehr einsatzbereit und musste ersetzt werden.

Der Ersatzpanzer soll bis in die Nacht hinein Schneisen um ein bedrohtes Gewerbegebiet legen. Mindestens eine Woche werden die Löscharbeiten nach Einschätzung des Kreisbrandmeisters noch dauern.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa (Bildmontage)

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