Waldbrand in Brandenburg wieder unter Kontrolle: Glutnester bereiten Sorge

Falkenberg/Elbe-Elster - Die Lage beim großen Waldbrand im Elbe-Elster-Kreis im Süden Brandenburgs hat sich nach Angaben des Landkreises über Nacht wieder entspannt.

Ein vermeintlicher Bombenfund erschwerte die Löscharbeiten in Brandenburg.
Ein vermeintlicher Bombenfund erschwerte die Löscharbeiten in Brandenburg.  © Jan Woitas/dpa

Die Lage im Einsatzgebiet der Stadt Falkenberg sei weiter unter Kontrolle, hieß es am Donnerstagmorgen. Es gebe derzeit keine offenen Feuer.

Die Situation im Brandgebiet bleibt aber weiter dynamisch. Am Mittwochabend war das Feuer aufgeflammt. Unter Beobachtung stehen den Angaben zufolge derzeit zahlreiche Glutnester mit Temperaturen zwischen 40 und 180 Grad. Sie müssten in Schach gehalten werden, teilte der Verwaltungsstab weiter mit.

Rund 320 Kräfte aus mehreren Landesteilen Brandenburgs sind mit den Löscharbeiten beschäftigt. Zur weiteren Eindämmung des Brandes traf in der Nacht ein Pionierpanzer der Bundeswehr ein, der über den Tag Schneisen im Gelände anlegt.

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Unterstützung kommt wieder von Bundeswehr und Landespolizei aus der Luft. Nachdem es am Mittwoch hieß, dass die Löschhubschrauber der Bundeswehr vorerst nicht mehr gebraucht werden, leisten am Donnerstag Transporthubschrauber mit Wasserladungen aus dem Kiebitzsee wieder Hilfe. Das Baden im See wurde nach einer zwischenzeitlichen Freigabe wieder untersagt.

Ein Polizeihubschrauber erkundet parallel das Gelände per Wärmekamera nach Einsatzschwerpunkten und wird das Gelände noch einmal vermessen. Zuletzt loderte das Feuer auf einer Fläche von 500 Hektar. Eine Schwierigkeit bei den Löscharbeiten ist, dass Bereiche munitionsbelastet sind. Ein am Mittwoch gemeldeter Bombenfund aus Sachsen entpuppte sich letztlich als Irrtum.

Erstmeldung um 7.15 Uhr, aktualisiert um 9.48 Uhr.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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