Macht Corona unsere Weihnachtsbäume teurer?

Pirna - Weihnachtsbäume könnten wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr etwas teurer werden. Ein erstes Warnsignal kommt vom Staatsbetrieb Sachsenforst in Pirna.

Peter Grafe (59) auf seiner Weihnachtsbaumplantage bei Thiendorf. Nur mit etwas Glück bleiben die Preise bei ihm in diesem Jahr stabil.
Peter Grafe (59) auf seiner Weihnachtsbaumplantage bei Thiendorf. Nur mit etwas Glück bleiben die Preise bei ihm in diesem Jahr stabil.  © Robert Michael/dpa

Der höhere Personalbedarf und der Aufwand bei Hygieneregeln könnten die Preise moderat steigen lassen, so Renke Coordes (36) vom Staatsbetrieb. 

Er geht auch davon aus, dass weniger Bäume geschlagen und verkauft werden. Sonst sind es etwa 20.000. Coordes rechnet nach den verschärften Corona-Maßnahmen auch mit weniger Angeboten zum Selbstschlagen. 

"Aber jeder Forstbetrieb kann selbst entscheiden, ob er die Hygienevorschriften und Abstandsregeln einhalten kann."

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Weihnachten Nikolauspostamt: Hier antwortet der Nikolaus persönlich

Peter Grafe (59) dagegen geht davon aus, dass auf seiner Weihnachtsbaumplantage bei Thiendorf (Kreis Meißen) Selbstschlagen möglich sein wird. Vorgaben für die Branche kennt er allerdings noch nicht. 

Auch seine Preise bleiben voraussichtlich stabil. Die Nordmanntanne soll wie letztes Jahr bei 15 bis 20 Euro pro Meter liegen.

1,5 Millionen Weihnachtsbäume stehen bei den Sachsen

Die mögliche Preiserhöhung gilt auch für Christbäume, die man selber schlagen oder sägen kann.
Die mögliche Preiserhöhung gilt auch für Christbäume, die man selber schlagen oder sägen kann.  © Robert Michael/dpa

Mehr als "Ä Tännschn" wächst bei ihm auf alle Fälle. Auf den rund sechs Hektar gedeihen sogar rund 42.000 Bäumchen. 

Auch bei Sachsenforst gibt es ausreichend Auswahl. Schätzungen zufolge stehen jährlich bis zu 1,5 Millionen Weihnachtsbäume in sächsischen Wohnungen.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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