Deutsche Post hat dringende Bitte! So könnt Ihr die Zusteller jetzt unterstützen

Kiel - Die Weihnachtssaison steht vor der Tür: Traditionell haben Zusteller in dieser Zeit am meisten zu tun. In der Corona-Krise wird die Belastung wohl noch einmal deutlich zunehmen.

Ein Zusteller der Deutschen Post steht vor einem Wohnhaus.
Ein Zusteller der Deutschen Post steht vor einem Wohnhaus.  © Arne Dedert/dpa

Die Post erwartet an Spitzentagen vor Weihnachten in Deutschland diesmal über elf Millionen Pakete. Das wäre ein Plus zum Vorjahr von rund 15 Prozent. "Die Zeit vor Weihnachten ist traditionell unsere intensivste Zeit", sagte Tornow.

Außerdem verursachen Hundebisse oder Wegeunfälle laut Deutscher Post vermehrt Ausfallzeiten bei Zustellern. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit könnten schlecht gepflegte private Gehwege oder Laub zu Arbeitsunfällen führen. Private Haus- und Grundstückseigentümer sollten ihrer Pflicht nachkommen, Wege ausreichend zu reinigen.

Zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus arbeiteten die Zusteller in einigen Bezirken derzeit in zwei Schichten, erläuterte Tornow. Deshalb könne der Paketbote gerade vor Weihnachten auch später als gewohnt mal klingeln, auch wenn es schon dunkel ist. "Gerade dann ist es wichtig, Hunde anzuleinen und die Wege gut begehbar zu halten."

Übrigens kommt das Phänomen "Hund beißt Postboten" laut Deutscher Post in Schleswig-Holstein öfter vor, als in anderen Teilen Deutschlands. "Über die Gründe können wir nur spekulieren", sagte der Niederlassungsleiter der Deutschen Post DHL in Kiel, Jens Tornow. Nicht nur frei laufende Hunde auf privaten Grundstücken seien eine Gefahr für die rund 4200 Zusteller im Land.

Zahlen dazu wollte die Post nicht nennen. "Wir bitten alle Hundebesitzer, ihre Hunde anzuleinen oder eine Innentür zu schließen, wenn der Paketbote klingelt", sagte Tornow.

Das können Kunden tun

Päckchen sollten spätestens bis zum 19. Dezember abgegeben werden.
Päckchen sollten spätestens bis zum 19. Dezember abgegeben werden.  © Virginie Lefour/BELGA/dpa

Die Post riet ihren Kunden auch, die Paketannahmestellen zu nutzen. Deren Zahl sei in Schleswig-Holstein von 445 Filialen Ende 1999 bis Ende September 2019 auf 933 gestiegen.

Darunter waren 775 Partnerfilialen und DHL-Paketshops sowie 158 Packstationen. Während der Corona-Pandemie seien die Packstation besonders hilfreich, da der Kontakt zwischen Postboten und Paketempfängern vermieden wird. Die Post will die Zahl der Automaten in Deutschland bis 2023 von 6000 auf 12 000 verdoppeln.

Sie bat darum, Sendungen zu Weihnachten nicht auf den letzten Drücker abzuschicken.

Päckchen und Pakete sollten allerspätestens bis zum 19. Dezember um 12 Uhr abgegeben sein, Briefe und Weihnachtskarten vor der Leerung der Briefkästen am 22. Dezember.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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