Kommt es zum großen Frust auf Hessens Weihnachtsmärkten?

Frankfurt am Main/Mengerskirchen - Auf Hessens Weihnachtsmärkten könnte es in diesem Jahr zu langen Gesichtern kommen.

Auch auf Hessens größtem Weihnachtsmarkt in Frankfurt wird mit "personalbedingten Absagen von Standbetreibenden" gerechnet.
Auch auf Hessens größtem Weihnachtsmarkt in Frankfurt wird mit "personalbedingten Absagen von Standbetreibenden" gerechnet.  © dpa/Andreas Arnold

Denn die Warteschlangen vor den Buden werden wohl wesentlich länger werden, als das die Punsch- und Glühweintrinker gewohnt sind.

Grund ist der Personalmangel, der sich auch bei Standbetreibern bemerkbar macht, wie der Geschäftsführer des hessischen Landesverbandes für Markthandel und Schausteller, Roger Simak, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte.

Zwischen 10 und 20 Prozent der Stellen können im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 laut Simak nicht besetzt werden.

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Es sei kaum noch möglich, Personal zu ersetzen, das aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen ausscheidet: "Es sind einfach keine Bewerberinnen und Bewerber da."

Auch sei es nur bedingt möglich, den Personalmangel durch "Prozessoptimierung", wie etwa die Umstellung auf Selbstbedienung, auszugleichen.

Sorge, dass die Weihnachtsmärkte nicht rechtzeitig aufgebaut werden können, hat Simak allerdings nicht. Es sei auch möglich, die Stände und Anlagen mit einer geringeren Personalstärke aufzubauen. "Man braucht dann eben länger."

Bereits Anfang November wurde der neue Weihnachtsbaum am Frankfurter Römer angeliefert und aufgebaut.
Bereits Anfang November wurde der neue Weihnachtsbaum am Frankfurter Römer angeliefert und aufgebaut.  © Boris Rössler/dpa

Da der Auf- und Abbau von Weihnachtsmärkten weniger fristgebunden sei als auf den Volksfesten während der Saison, bleibe dafür genug Zeit.

Auch die Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main berichtete von "personalbedingten Absagen von Standbetreibenden" auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt.

Trotzdem seien sie in Frankfurt insgesamt gut aufgestellt, sagte der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Frankfurt Rhein-Main, Thomas Roie.

Der größte Weihnachtsmarkt in Hessen wird am kommenden Dienstag (22. November) in Frankfurt eröffnet, mehr als 200 Stände sind angemeldet.

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold

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