Lkw-Fahrer muss auf Befehl seiner Firma Weihnachten an der Autobahn verbringen

Hermsdorf - Die Polizei hat gegen ein polnisches Speditionsunternehmen eine Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Fahrpersonalgesetz eingeleitet.

Der weißrussische Mitarbeiter wurde am Montag stark alkoholisiert von den Beamten auf dem Tankstellengelände der A4 entdeckt. (Symbolbild)
Der weißrussische Mitarbeiter wurde am Montag stark alkoholisiert von den Beamten auf dem Tankstellengelände der A4 entdeckt. (Symbolbild)  © 123RF/Olga Yastremska

Grund für die Anzeige sei laut Polizei ein weißrussischer Firmenmitarbeiter, dem die Beamten am Montagnachmittag auf einem Tankstellengelände an der A4 begegnet waren.

Der Mann, der sonst als Lkw-Fahrer für das polnische Unternehmen im Einsatz ist, war zu Fuß und stark alkoholisiert auf dem Tankstellengelände unterwegs.

Ein durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 3,58 Promille. Der 38-Jährige wurde anschließend von den Polizisten zur ärztlichen Behandlung ins Krankenhaus nach Jena gebracht.

Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass das, dass das polnische Unternehmen den Fahrer seit dem 23. Dezember im Bereitschaftsmodus gehalten hatte und er seine Ruhezeit entgegen rechtlicher Bestimmungen auf einem Rastplatz der Autobahn 4 verbringen musste.

Als Strafe droht dem Unternehmen ein Bußgeld in vierstelliger Höhe. Die Firma wurde inzwischen über das eingeleitete Verfahren informiert und beauftragt, einen Ersatzfahrer zu schicken, der den Lkw abholt und den Mitarbeiter nach Hause bringt, erklärte die Polizei.

Außerdem wurde das Bundesamt für Güterverkehr als für das Verfahren weiter zuständige Behörde beteiligt.

Titelfoto: 123RF/Olga Yastremska

Mehr zum Thema Weihnachten:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0