Nikolaus am Fahrerhaus? Diese herzerwärmende Aktion ist der Grund

Worms - Ho, Ho, Ho! Fernfahrer wurden am Sonntag auf mehreren Raststätten rund um Worms vom Nikolaus höchstpersönlich überrascht.

Der Nikolaus reicht einem Lkw-Fahrer auf der Raststätte Wonnegau bei Worms sein Präsent.
Der Nikolaus reicht einem Lkw-Fahrer auf der Raststätte Wonnegau bei Worms sein Präsent.  © Uwe Anspach/dpa

Da staunten die Fernfahrer nicht schlecht, als sie auf einer Raststätte bei Worms unerwartet von einem Nikolaus besucht wurden.

Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) St. Matthias Neuwied entsandte am Sonntag einen ehrenamtlichen Mitarbeiter als Nikolaus zu den umliegenden Raststätten um Worms, der Geschenke an Lkw-Fahrer verteilte.

Bei der Aktion geht es laut der KAB darum, ein Zeichen für eine Berufsgruppe zu setzen, die in der Gesellschaft kaum Anerkennung findet.

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Aufgrund von geschlossenen Rasthöfen, teilweise fehlender Sanitäreinrichtungen und allgemein schlechter Versorgung waren gerade die Fernfahrer im letzten Jahr stark von der Corona-Krise betroffen, berichtete Diakon Michael Hommer von der KAB Neuwied.

Die Trucker lebten fast unter unmenschlichen hygienischen Bedingungen, die in der modernen Gesellschaft so nicht mehr vorkommen sollten.

Neben der KAB Neuwird wurde die Aktion auch von der Betriebsseelsorge Mainz sowie der Fernfahrerseelsorge begleitet. Durch das Bereitstellen von etwa 200 Schokoladen-Nikoläusen vom Bonifatiuswerk konnte man den Fernfahrer etwas Gutes tun.

Schoko-Nikoläuse, Obst und Plätzchen in Lkw-Form

Einige Fernfahrer machten sogar Fotos vom Nikolaus, um sie ihren Familien zu schicken.
Einige Fernfahrer machten sogar Fotos vom Nikolaus, um sie ihren Familien zu schicken.  © Uwe Anspach/dpa

100 der Schoko-Nikoläuse wurden bereits auf der Raststätte Wonnegau an der Autobahn 61 bei Worms verteilt. Weitere 100 Nikoläuse gingen noch an die fleißigen Trucker auf dem Autohof Rheinböllen, ein Stück weiter nördlich auf der A61.

Außerdem bekamen die Lkw-Fahrer eine Tüte mit Obst, Plätzchen in der Form eines Lastwagens und eine Karte, auf der mehrsprachig die Nikolausgeschichte erzählt wurde. Auch in vielen anderen Bundesländern finden nach Angaben des Hilfswerks mehr als 60 ähnliche Aktionen statt.

Diakon Michael Hommer war es, der am Sonntag den Nikolaus gab. Er berichtete: "Die Lkw-Fahrer haben sich gefreut, dass jemand mal an sie denkt und zu ihnen kommt."

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Durch das ständige befördern von Gütern jeder Art durch ganz Europa, sind die Fernfahrer oft nicht bei ihren Familien und auch am Wochenende teilweise alleine auf den Raststätten.

"Die meisten haben gern auch Bilder mit dem Nikolaus gemacht und ihren Kindern geschickt, die sie ja leider an Nikolaus nicht sehen können, weil sie unterwegs sind."

Die geleistete Arbeit der Lastwagenfahrer werde häufig nicht genug wertgeschätzt. "Die meisten sehen Lkw ja als Verkehrshindernis", führte Hommer aus. Dabei sind sie ein immens wichtiger Teil unserer funktionierenden Infrastruktur.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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