O Tannenbaum: Was Ihr schon immer über den Weihnachtsbaum wissen wolltet!

Deutschland - Der Weihnachtsbaum gehört zum Fest der Liebe genauso dazu wie leckeres Essen und Festtags-Musik. Doch das beliebte Nadelholz hält auch einige interessante und überraschende Fakten parat.

Zum Fest der Liebe gehört er einfach dazu: der Weihnachtsbaum.
Zum Fest der Liebe gehört er einfach dazu: der Weihnachtsbaum.  © Sparwelt.de/Sparwelt.de/obs

Der Weihnachtsbaum ist wohl mindestens genauso wichtig wie die Geschenke, die im bunten Papier verpackt unter ihm liegen. Doch das grüne Nadelgewächs war nicht immer Bestandteil der schönsten Zeit des Jahres.

Im antiken Rom schmückte man die Häuser mit Lorbeerzweigen zu Ehren der Götter. Auch in nördlichen Gefilden war es üblich, zur Zeit der Wintersonnenwende Häuser zu schmücken - allerdings mit Tannenzweigen.

So sollten böse Geister vertrieben werden und Hoffnung auf den Frühling aufkommen.

Brauch-Ursprung kommt aus der Antike

Erst im 15. Jahrhundert begann man, sich geschmückte Bäume ins Haus zu stellen. Ursprung des Brauchs soll der "Paradiesbaum", auch "Baum des Lebens" genannt, aus der biblischen Geschichte mit Adam und Eva als Protagonisten sein. Die ersten Weihnachtsbäume sollen im Elsass rund um Straßburg verkauft worden sein.

In dieser Zeit soll sich der Weihnachtsbaum auch zu einem Symbol der Reformation um Martin Luther entwickelt haben. Erster Baumschmuck sollen Überlieferungen zufolge Nüsse und Gebäck gewesen sein. Kerzen kamen erst später dazu: nämlich im 18. Jahrhundert.

Geschenke gehören unter dem Baum - ganz klar!
Geschenke gehören unter dem Baum - ganz klar!  © Daniel Reinhardt/dpa

Weihnachtsbaum erfüllte pädagogischen Zweck

Fortan sollte der Weihnachtsbaum auch einen pädagogischen Zweck erfüllen. Kinder sollten mithilfe des Gabenbaums für gutes Verhalten belohnt werden. Berühmte Fans des Weihnachtsbaums waren auch die Zeitzeugen Goethe und Schiller, die die geschmückten Nadelhölzer in einigen ihrer Werke erwähnten.

Der Siegeszug des Weihnachtsbaums setzte sich bis ins 20. Jahrhundert fort und wurde Bestandteil des heimischen Festes und auf Weihnachtsmärkten in vielen Ländern Europas.

Der Weihnachtsbaum prägt das Bild vieler Weihnachtsmärkte, wie hier beim Dresdner Striezelmarkt gut zu erkennen ist.
Der Weihnachtsbaum prägt das Bild vieler Weihnachtsmärkte, wie hier beim Dresdner Striezelmarkt gut zu erkennen ist.  © Holm Helis

Nordmanntanne, Blaufichte, Edeltanne

Laut Statistischem Bundesamt wurden im vergangenen Jahr rund 2,3 Millionen Weihnachtsbäume nach Deutschland importiert. 88 Prozent davon kamen aus Dänemark. Insgesamt wurden fast 30 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Die mit Abstand beliebteste Baumsorte ist die Nordmanntanne (wahrscheinlich größter Vorteil: sie nadelt kaum), die rund Dreiviertel des Absatzes 2019 ausmachte.

Des Weiteren stehen auch die Blaufichte und die Edeltanne bei den Deutschen hoch im Kurs.

Die Nordmanntanne liegt zum Weihnachtsfest hoch im Kurs.
Die Nordmanntanne liegt zum Weihnachtsfest hoch im Kurs.  © Julian Stratenschulte/dpa

Der wohl größte Weihnachtsbaum der Bundesrepublik hätte dieses Jahr in Dortmund gestanden. In der Ruhrgebietsmetropole wird jährlich ein knapp 45 Meter hoher Turm aus rund 1600 sauerländischen Fichten aufgestellt.

In Dortmund wird jährlich Deutschlands größter Weihnachtsbaum aufgestellt.
In Dortmund wird jährlich Deutschlands größter Weihnachtsbaum aufgestellt.  © Bernd Thissen/dpa

Das Baumgeflecht war schon fast fertig aufgebaut, doch die Beschränkungen, die mit der Corona-Pandemie einhergingen, zwangen schließlich zum Abbau des Riesenbaums.

Titelfoto: Sparwelt.de/Sparwelt.de/obs

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