Countdown läuft! Nasa-Rover, der Leben auf dem Mars untersuchen soll, landet heute

Washington - Vor neun Jahren landete mit "Curiosity" der bislang letzte Rover der US-Raumfahrtbehörde Nasa auf dem Mars. Jetzt soll er Gesellschaft bekommen. "Perseverance" ist technisch noch einmal deutlich ausgefeilter - und hat sogar einen Mini-Hubschrauber im Gepäck.

So könnte die Landung des Rovers "Perseverance" auf dem Mars aussehen.
So könnte die Landung des Rovers "Perseverance" auf dem Mars aussehen.  © NASA/dpa

Nach rund sechs Monaten Flugzeit soll der US-Rover "Perseverance" am heutigen Donnerstag auf dem Mars landen.

Der Ende Juli 2020 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus gestartete Roboter der US-Raumfahrtbehörde Nasa soll gegen 21.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit einem riskanten Manöver in einem bislang noch nie vor Ort untersuchten ausgetrockneten See namens "Jezero Crater" aufsetzen.

Der rund 2,5 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 2,2 Milliarden Euro) teure Nasa-Rover "Perseverance" (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) war rund acht Jahre lang entworfen und gebaut worden und soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen, sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.

An Bord hat der rund 1000 Kilogramm schwere Roboter von der Größe eines Kleinwagens unter anderem 7 wissenschaftliche Instrumente, 23 Kameras und einen Laser.

Mehr als die Hälfte aller Mars-Missionen misslingt

Der Rover "Perseverance" bei einem Fahrtest im Dezember 2019.
Der Rover "Perseverance" bei einem Fahrtest im Dezember 2019.  © J. Krohn/NASA/AP/dpa

Der Rover soll zahlreiche Nasa-Premieren ermöglichen: Erstmals werden mit "Perseverance" Mikrofone auf den Mars geschickt, erstmals ein kleiner Hubschrauber und erstmals sollen in einer gemeinsam mit der europäischen Raumfahrtagentur Esa entwickelten Mission Proben vom Mars zurück zur Erde gebracht werden.

Gelingt "Perseverance" die Landung, dann wäre es bereits der fünfte Rover, den die Nasa zum Mars bringt - zuletzt 2012 "Curiosity". Insgesamt waren bislang weniger als die Hälfte aller weltweit gestarteten Mars-Missionen erfolgreich.

In der vergangenen Woche waren kurz hintereinander Raumsonden erst aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und dann aus China erfolgreich in die Umlaufbahn des Planeten eingeschwenkt.

"Al-Amal", die Sonde der Vereinigten Arabischen Emirate, soll nicht landen, das Aufsetzen des chinesischen Raumschiffs "Tianwen 1" ist in zwei bis drei Monaten geplant.

Nasa-Rover "Perseverance" soll Mars auf erdähnliche Landschaften untersuchen

Wer Interesse daran hat, die Landung des Rovers live zu sehen, erhält im TAG24-Artikel mehr Informationen zu der geplanten Live-Sendung der NASA.

Titelfoto: NASA/dpa

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