Gibt es Leben auf der Venus? Wissenschaftler machen erstaunliche Entdeckung

London - Bahnbrechende Neuigkeiten: Wissenschaftler haben auf der Venus Hinweise dafür gefunden, dass es auf dem Planeten möglicherweise Leben gibt. Doch kann das wirklich sein?

Wissenschaftler der Cardiff University haben Hinweise darauf gefunden, dass auf der Venus möglicherweise lebenden Organismen zu finden sind.
Wissenschaftler der Cardiff University haben Hinweise darauf gefunden, dass auf der Venus möglicherweise lebenden Organismen zu finden sind.  © 123rf/ nasaimages

Forscher der Cardiff University und des Massachusetts Institute of Technology haben Phosphin in der Venusatmosphäre entdeckt - ein Gas, das auf der Erde von winzigen lebenden Organismen produziert wird.

Das Wissenschaftler-Team ist sich noch nicht sicher, wie genau das Gas erzeugt wird. Die Entdeckung könnte jedoch ein Indikator für zelluläres Leben sein, das in den Wolken über unserem astronomischen Nachbarn existiert.

Die Konzentration des Gases, das farblos und hochgiftig ist, betrug bei den Messungen 1 Partikel pro 50 Millionen. Die Erdorganismen, die Phosphin produzieren, sind anaerob, was bedeutet, dass sie - anders als die überwiegende Mehrheit des Lebens auf unserem Planeten - keinen Sauerstoff benötigen.

Laut der Hauptautorin der Studie, Professor Jane Greaves, kann Phosphin nur auf zwei Arten hergestellt werden - industriell oder biologisch: "Es ist sehr schwer, das Vorhandensein des Moleküls ohne Leben zu erklären ... also nicht auf andere natürliche Weise", sagte sie.

Venus ist für Menschen aufgrund der hohen Temperatur nicht bewohnbar

Bedeutet das also, dass wir vielleicht nicht länger allein im Universum sind?

Dabei gibt es jedoch ein Problem: die unglaublich saure Umgebung der Wolken auf der Venus! Während diese also aufgrund ihrer sehr ähnlichen Größe, felsigen Zusammensetzung und Nähe zur Sonne als Schwester der Erde gilt, ist ihre Oberfläche für Menschen oder ein Leben auf Wasserbasis weit davon entfernt, bewohnbar zu sein und mit einer Durchschnittstemperatur von 464 Grad Celsius ist sie auch schlichtweg zu heiß.

Dennoch halten Greaves und ihr Forscherteam daran fest, dass das Phosphin weder durch Sonnenlicht noch durch chemische Reaktionen im Boden entstanden ist: "Es kann also sein, dass das einzige, was zu tun ist, ein Raumschiff zu senden, das wirklich sehen kann, ob es dort Lebensformen gibt."

Titelfoto: 123rf/ nasaimages

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