Leck auf Raumstation ISS - Raumfahrer gehen wieder an die Arbeit

Moskau (Russland) - Nach dem Leck auf der Internationalen Raumstation ISS soll die Besatzung an diesem Dienstag wieder ihrer regulären Arbeit nachgehen. 

Die Internationale Raumstation (ISS) in der Erdumlaufbahn. (Archivbild)
Die Internationale Raumstation (ISS) in der Erdumlaufbahn. (Archivbild)  © dpa/NASA

Alle untersuchten Bereiche der Station seien dicht, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Montag bei Twitter mit. Die drei Raumfahrer könnten das russische Segment wieder verlassen, wo sie sich zuletzt aufhielten.

Die Luken sollen sich demnach am Dienstagvormittag um 10 Uhr MESZ öffnen. Die Crew könne dann ihr Arbeitsprogramm fortsetzen, hieß es. Die Station werde aber weiterhin überwacht, ob Luft aus dem Außenposten der Menschheit entweiche.

Der US-amerikanische Kommandant Christopher Cassidy und seine beiden russischen Kollegen Iwan Wagner und Anatoli Iwanischin hatten bereits das Wochenende im russischen Teil der ISS verbracht. 

Das Leck war in der vergangenen Woche entdeckt worden. Auf der Suche nach der Ursache wurden alle Luken nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa geschlossen, damit die Ingenieure den Druck in den einzelnen Teilen der Station messen und so feststellen können, wo die Luft entweicht. Sauerstofflecks traten in der mehr als 20-jährigen Geschichte der ISS häufiger auf.

Zu dem neuen Vorfall sagte Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin am Montag der Agentur Interfax zufolge: "Das Leck ist äußerst belanglos." Es könne kaum über Messinstrumente wahrgenommen werden. 

Als Ursache vermutete Rogosin Einschläge von Mikrometeoriten oder das Andocken von Modulen am US-Segment der Raumstation.

Titelfoto: dpa/NASA

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