Unternehmen von Elon Musk: Teil von SpaceX-Rakete könnte in den Mond krachen!

Washington - Auf Kollisionskurs mit dem Mond: Ein Teil einer SpaceX-Rakete könnte nach Berechnungen von Wissenschaftlern der US-Raumfahrtbehörde Nasa Anfang März mit dem Erdtrabant zusammenstoßen.

Start einer "Falcon 9"-Rakete im Januar 2021. Sechs Jahre zuvor hob ein ähnliches Modell ab, das nun auf den Mond zu rast.
Start einer "Falcon 9"-Rakete im Januar 2021. Sechs Jahre zuvor hob ein ähnliches Modell ab, das nun auf den Mond zu rast.  © John Raoux/AP/dpa

Die Flugbahn der "Falcon 9"-Raketenstufe werde derzeit beobachtet, sagte eine Nasa-Sprecherin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Rakete war 2015 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet und hatte das "Deep Space Climate Observatory", einen Erdbeobachtungssatelliten, ins All gebracht.

Danach reichte jedoch der Treibstoff der Raketenstufe nicht aus, um zurück zur Erde zu kommen, weswegen sie seitdem im All unterwegs ist.

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Auf ihrer jetzigen Flugbahn werde die Raketenstufe am 4. März auf der Rückseite des Mondes einschlagen, hieß es von der Nasa. Zuvor hatten mehrere US-Wissenschaftler darauf aufmerksam gemacht.

Von SpaceX, der privaten Raumfahrtfirma von Elon Musk (50), die viel mit der Nasa zusammenarbeitet, gab es auf Anfrage zunächst keine Reaktion.

Der Aufprall werde von der Sonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" nicht live beobachtet werden können, hieß es von der Nasa. Es werde aber untersucht, ob danach Veränderungen auf dem Mond und ein möglicher durch den Aufprall entstandener Krater analysiert werden könnten.

SpaceX-Gründer und CEO Elon Musk (50) wollte sich bislang nicht zu der "Falcon 9"-Rakete auf Kollisionskurs äußern.
SpaceX-Gründer und CEO Elon Musk (50) wollte sich bislang nicht zu der "Falcon 9"-Rakete auf Kollisionskurs äußern.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa-pool/dpa

"Dieses einmalige Vorkommnis stellt eine aufregende Forschungsmöglichkeit dar." Die Suche nach dem Krater werde eine große Herausforderung und könne Wochen oder sogar Monate dauern.

Titelfoto: Bildmontage: John Raoux/AP/dpa, Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa-pool/dpa

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