WhatsApp will doch keine Konten löschen, droht aber mit diesen Einschränkungen

Deutschland - Noch fünf Tage lang haben WhatsApp-User Zeit, den neuen Nutzungsbedingungen zuzustimmen. Das passiert, wenn man dem nicht nachkommt.

Nutzer, die Whatsapp auch in Zukunft vollumfänglich nutzen wollen, müssen den neuen Richtlinien zustimmen.
Nutzer, die Whatsapp auch in Zukunft vollumfänglich nutzen wollen, müssen den neuen Richtlinien zustimmen.  © 123rf/ Diego Vito Cervo

Bereits zu Beginn des Jahres wollte der Messenger-Dienst seine Nutzer dazu bewegen, die neuen Richtlinien zu akzeptieren.

Als dann bekannt wurde, dass der Mutterkonzern Facebook somit künftig alle Daten von WhatsApp abgreifen kann, ruderte das Unternehmen zurück und verschob den Zeitpunkt auf den 15. Mai.

Nun die erneute Kehrtwende: Wer bis dahin nicht den neuen Richtlinien zustimmt, muss nicht mehr mit einer Löschung seines Kontos rechnen.

Coronavirus in Chemnitz: Maskenpflicht im Freien fällt ab Juli
Coronavirus Coronavirus in Chemnitz: Maskenpflicht im Freien fällt ab Juli

Das teilte WhatsApp in einem FAQ mit und macht damit seine ursprüngliche Drohung kurz vor dem Stichtag doch noch rückgängig.

Stattdessen greift der Messenger-Dienst zu anderen Maßnahmen: Die bisher eingeblendeten Aufforderungen zur Annahme der neuen Regeln werden immer regelmäßiger angezeigt und ab einem - derzeit noch nicht genau genannten Zeitpunkt - auch permanent eingeblendet.

Erst dann drohen Einschränkungen bei den WhatsApp-Funktionen - und zwar so lange, bis der jeweilige Nutzer den neuen Regeln zustimmt.

WhatsApp will Funktionen für einige Nutzer stark einschränken

Whatsapp versichert, dass keine Daten an andere Unternehmen weitergeleitet werden. Datenschützer stellen das aber infrage.
Whatsapp versichert, dass keine Daten an andere Unternehmen weitergeleitet werden. Datenschützer stellen das aber infrage.  © 123rf/Panithan Fakseemuang

Zunächst fällt der Zugriff auf die Chatliste weg. Nach einigen Wochen können auch keine eingehenden Anrufe oder Benachrichtigungen mehr empfangen werden, und WhatsApp wird auch keine Nachrichten und Anrufe mehr weiterleiten.

Um das Vertrauen seiner App-Anwender doch noch zurückzugewinnen, garantiert WhatsApp, dass die Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen ihnen "keinerlei zusätzliche Berechtigungen, Benutzerdaten mit unserem Mutterunternehmen Facebook zu teilen" gibt.

Datenschützer schlagen dennoch Alarm und befürchten, dass mit den neuen Bestimmungen zusätzliche Möglichkeiten zum Datenaustausch für Marketingzwecke und Direktwerbung geschaffen würden.

Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Inzidenz weiter gesunken, 20 Todesfälle in 24 Stunden
Coronavirus Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Inzidenz weiter gesunken, 20 Todesfälle in 24 Stunden

Alle User, die dennoch mit dem Gedanken spielen, ihr Konto zu löschen, werden gewarnt: "Das Löschen Ihres Kontos können wir nicht rückgängig machen, da es Ihren Nachrichtenverlauf löscht, Sie aus allen Ihren WhatsApp-Gruppen entfernt und Ihre WhatsApp-Back-ups löscht."

Wer die App in Zukunft also nicht mehr verwenden will, sollte vorher noch seine Daten sichern.

Titelfoto: 123rf/Panithan Fakseemuang

Mehr zum Thema WhatsApp: