1914 in der Nordsee versenkt: Forscher untersuchen altes Kriegsschiff

Bremerhaven – Mehr als eine Million Tonnen Weltkriegs-Munition liegen vermutlich allein in der deutschen Nordsee, oft in versenkten Kriegsschiffen. Forscher nehmen in den nächsten Tagen ein Wrack genauer unter die Lupe.

Philipp Grassel vom Schifffahrtsmuseum Bremerhaven hält eine Geschosshülse in seinen Händen. Das Museum widmet sich der Erforschung von Kriegshinterlassenschaften.
Philipp Grassel vom Schifffahrtsmuseum Bremerhaven hält eine Geschosshülse in seinen Händen. Das Museum widmet sich der Erforschung von Kriegshinterlassenschaften.  © Carmen Jaspersen/dpa

Auf der Suche nach gefährlicher Alt-Munition brechen Wissenschaftler am Mittwochnachmittag (7. April) von Bremerhaven aus mit dem Forschungsschiff "Heincke" Richtung Helgoland auf.

Ihr Ziel ist das Wrack des Kriegsschiffs "SMS Mainz", das 1914 westlich der Hochseeinsel versenkt worden war. Dort sollen Proben genommen werden, um mögliche Gefahren zu analysieren, die von im Wrack liegenden Kampfmitteln ausgehen, wie das Deutsche Schifffahrtsmuseum mitteilte.

Nach offiziellen Schätzungen liegen allein in der deutschen Nordsee rund 1,3 Millionen Tonnen Munition aus Weltkriegszeiten. Über die Auswirkungen, die die Altlasten auf Fische, Pflanzen und Menschen haben, ist bisher wenig bekannt.


Ein Forschungsteam unter Leitung des Deutschen Schifffahrtsmuseums sucht im Rahmen des 2018 gestarteten "North Sea Wrecks"-Projekts nach Antworten.

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa

Mehr zum Thema Wissenschaft und Forschung:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0