Nach einem Jahr in der Arktis: Die "Polarstern" läuft im Heimathafen ein

Bremerhaven - Das Ende eines Abenteuers: Nach einem Jahr in der Arktis kehrt das Forschungsschiff "Polarstern" am Montag zurück in seinen Heimathafen Bremerhaven (TAG24 berichtete).

Das Forschungsschiff "Polarstern" war über ein Jahr in der Arktis unterwegs.
Das Forschungsschiff "Polarstern" war über ein Jahr in der Arktis unterwegs.  © Steffen Graupner/Alfred-Wegener-Institut/dpa

Während der letzten Seemeilen wird es von einer Flotte von Schiffen begleitet, darunter die MS "Geestemünde" und der Dreimaster "Atlantis". 

In Bremerhaven wollen Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), Antje Boetius, die Crew in Empfang nehmen.

Die Forscherinnen und Forscher hätten einen einmaligen Datenschatz gehoben, "von dem noch Generationen nach uns profitieren werden", teilte Karliczek mit. 

"So können wir Klimamodelle präzisieren und neu bewerten". Die Forschungsministerin bezeichnete die Arktis als Epizentrum des Klimawandels.

In der Arktis war die "Polarstern" mit einer Eisscholle gedriftet, damit die Wissenschaftler an Bord Messungen im Ozean, im Eis und in der Atmosphäre vornehmen konnten. 

Die Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über das Klimasystem der Erde. 

Nach Angaben des AWI war die "Mosaic"-Expedition die bisher teuerste und logistisch aufwendigste im Nordpolarmeer. Beteiligt waren über 70 Forschungsinstitute aus 20 Ländern mit über 300 Forschern. 

Wegen der Corona-Pandemie drohte zwischenzeitlich der Abbruch.

Update, 12 Uhr: "Polarstern" wieder in Bremerhaven

Das Forschungsschiff "Polarstern" ist wieder in seinen Heimathafen Bremerhaven eingelaufen. 

Während der letzten Seemeilen in der Außenweser wurde der Eisbrecher von einem Schiffskorso begleitet. Zahlreiche Schaulustige verfolgten die Ankunft am Montag von Land aus. 

In der Bremerhavener Lloydwerft erwarteten Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), Antje Boetius, die internationalen Wissenschaftler und die Crew.

Mit 140 Millionen Euro Budget war es die bisher teuerste und logistisch aufwendigste Expedition in die zentrale Arktis. 

Fast zehn Monate lang driftete der Eisbrecher angedockt an eine riesige Eisscholle durch das Nordpolarmeer - nach dem Vorbild der Reise des Norwegers Fridtjof Nansen mit dem Segelschiff "Fram" vor rund 125 Jahren.

Titelfoto: Steffen Graupner/Alfred-Wegener-Institut/dpa

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