Erfolg in der Schule: So können Eltern die Leistungen ihrer Kinder positiv beeinflussen

München - Dass Elternhaus und gute Leistungen in der Schule zusammenhängen, ist keine neue Erkenntnis. Nun zeigt eine Studie, welche Faktoren eine besondere Rolle spielen - und was sich Eltern schlicht sparen können.

Zwei Schülerinnen bringen sich im Unterricht ein (Symbolbild).
Zwei Schülerinnen bringen sich im Unterricht ein (Symbolbild).  © dpa/Michael Reichel

"Besonders hilfreich ist es, wenn Eltern mit den Kindern Erwartungen besprechen, wenn sie über mögliche Leistungen, Schulabschlüsse, Berufswege reden, Lernstrategien diskutieren und möglichst differenziert Lob und Kritik an einzelnen Schularbeiten kommunizieren", erläuterte Doris Holzberger von der Technischen Universität München.

Das reine Kontrollieren der Hausaufgaben helfe hingegen wenig.

Holzberger und ihr Team hatten 18 Metastudien mit rund 1700 Einzelstudien ausgewertet. "Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Eltern durch ihre Verhaltensweisen einen Einfluss auf die schulische Leistung und die Motivation der Schülerinnen und Schüler ausüben können", erklärte die Professorin für Schul- und Unterrichtsforschung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

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Wichtig sei dabei sei vor allem das große Feld der Erwartungen.

"Ein lernförderliches Umfeld, viele Bücher, mit dem Kind in die Bücherei gehen - das ist schön und gut. Aber im Vergleich zu den Gesprächen und der Kommunikation über Schule und Bildung hat das eine deutlich geringere Auswirkung auf die Leistung der Schüler und Schülerinnen", erläuterte Holzberger.

Schule und Erfolg: Reine Überwachung kann sich sogar negativ auswirken

Erfolg in der Schule kann von Eltern positiv beeinflusst werden (Symbolbild).
Erfolg in der Schule kann von Eltern positiv beeinflusst werden (Symbolbild).  © dpa/Daniel Bockwoldt

Gemeinsam solle man ausloten, was das Kind erreichen möchte und welche Möglichkeiten es gibt. Auch bei einzelnen Schulfächern könne man gemeinsam möglichst konkrete Ziele anpeilen, die Kinder und Jugendlichen ermutigen und Anstrengungen mit entsprechender Rückmeldung belohnen.

"Lob und Kritik muss immer ganz konkret und differenziert sein, nicht einfach mit der Gießkanne ausschütten", mahnte Holzberger.

Weniger wirkungsvoll sind dagegen Diskussionen über die Bedeutung von Bildung im Allgemeinen. Überhaupt gehe es letztlich darum, das Kind differenziert wahrzunehmen, schilderte Holzberger.

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Differenzierung gilt auch mit Blick auf die Hausaufgaben: Während sich eine reine Überwachung sogar negativ auswirken könne, sei es hilfreich, mit den Kindern zu besprechen, wann und wo die Aufgaben gemacht werden. "Aber dann schon zum eigenständigen Arbeiten ermutigen", forderte Holzberger. "Und wenn Schwierigkeiten entstehen, Hilfestellungen anbieten."

Titelfoto: dpa/Michael Reichel

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