Halbinsel im Störmthaler See bei Leipzig: Entsteht hier ein großes Kohle-Forschungszentrum?

Großpösna - Die Pläne für die Ansiedlung von zwei großen Forschungszentren in den ostdeutschen Braunkohlerevieren werden in diesem Jahr mehr Gestalt annehmen.

Die Halbinsel Magdeborn im Störmthaler See ist für die Ansiedlung eines Helmholtz-Zentrums im Gespräch.
Die Halbinsel Magdeborn im Störmthaler See ist für die Ansiedlung eines Helmholtz-Zentrums im Gespräch.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Noch bis Ende März läuft ein Wettbewerb, bei dem Ideen für die neuen Einrichtungen eingereicht werden können, wie der Sprecher des Sächsischen Wissenschaftsministeriums in Dresden, Falk Lange, sagte.

Bewerben könnten sich Forschungsgemeinschaften, Hochschulen und theoretisch auch Einzelpersonen mit visionären Vorschlägen.

Eine Jury werde die Ideenskizzen auswählen, aus denen anschließend konkretere Konzepte werden sollen.

Zur Jury gehören unter anderem der Astronaut Alexander Gerst (44) und Prof. Joachim Sauer (71), Ehemann von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66).

Die Lausitz und das Mitteldeutsche Revier bei Leipzig sollen je ein Großforschungszentrum erhalten.

Die Etablierung von Spitzenforschung soll nach dem Kohle-Aus für weiteres Jobwachstum in den Regionen sorgen. Der Geschäftsführer des Hemholtz-Zentrums für Umweltforschung (UfZ), Prof. Georg Teutsch rechnet damit, dass 1500 bis 2000 Arbeitsplätze pro Region entstehen könnten.

Bund und Land stellen dafür 340 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung - "plus jeweils noch Drittmittel - das ist schon eine gewaltige Summe", sagte Teutsch.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Wissenschaft und Forschung:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0