Diese Drohne bringt Medikamente an die Haustür

Halle (Saale) - An der Universität in Halle ist am Mittwoch der Startschuss für ein Projekt zur Verteilung von Medikamenten via Drohne gegeben worden.

Mit der Apotheken-Drohnen-App "ADApp" wollen die Initiatoren ein Verteilsystem von Medikamenten mittels Drohne unter realen Bedingungen testen.
Mit der Apotheken-Drohnen-App "ADApp" wollen die Initiatoren ein Verteilsystem von Medikamenten mittels Drohne unter realen Bedingungen testen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

In Anwesenheit von Ministerpräsident Reiner Haseloff (67, CDU) führten die Ideengeber und Entwickler am Weinberg Campus einen Flugversuch mit einer mit Medikamenten bestückten Drohne vor.

Mit dem von der Universität Halle unterstützten Projekt zu der Apotheken-Drohnen-App "ADApp" wollen die Initiatoren ein Verteilsystem von Medikamenten mittels Drohne unter realen Bedingungen testen.

Ziel des Projektes sei es, die Lebensqualität von älteren und pflegebedürftigen Menschen zu sichern, teilte die Universität mit. So stünden unter anderen mobilitätseingeschränkte oder in ländlichen Regionen lebende Patienten im Fokus.

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Während der Projektlaufzeit von zwei Jahren solle das System aus Rezepteingang, Warenverteilung und Zustellung via Drohne zur Marktreife gebracht werden, sagte einer der Entwickler.

Bei der Zustellung über eine Drohne sollen die Medikamente über eine Seilwinde zum Empfänger hinabgelassen werden. Eine Landung der Drohne sei unter Umständen zu umständlich, sagte einer der Initiatoren. Der Prototyp der Drohne müsse daher an manchen Stellen umgebaut werden. Als Sicherheitselement erhält die Drohne einen kleinen Fallschirm.

Initiator des Projektes ist ein Apotheker aus Dessau. Gemeinsam mit Softwareentwicklern und Drohnenherstellern soll nun an dem Projekt geforscht werden. Dafür erhielt die Gruppe eine Förderung des Bundesbildungsministeriums über etwa 680.000 Euro.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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