Notfall am Badesee: Forscher entwickeln Drohne für Rettung aus der Luft!

Köln - Wenn Menschen in unbewachten Seen oder Flüssen in Not geraten, kommen Rettungskräfte häufig spät am Ort des Geschehens an. Damit Ertrinkenden schneller geholfen werden kann, forschen Wissenschaftler der TH Köln und der Firma Nickel Holding GmbH jetzt an einer Rettungsdrohne.

Die Outdoor-Drohne soll in wenigen Sekunden bei einer in Not geratenen Person einen Rettungsring herablassen können.
Die Outdoor-Drohne soll in wenigen Sekunden bei einer in Not geratenen Person einen Rettungsring herablassen können.  © Nickel Holding GmbH / pr

Das Prinzip der Drohnen-Rettung sieht so aus: Die Allwetter-Drohnen sind an Seen in einer Box flugbereit stationiert.

Ersthelfer können bei einem Notfall per App oder per Notruf den Standort an Profis der Rettungsleitstelle übermitteln.

Die Mitarbeiter der Notruf-Leitstelle können die Drohne per Knopfdruck automatisch aufsteigen lassen und bei Bedarf sogar die Steuerung übernehmen.

Das Fluggerät soll in der Regel aber selbst über das Gewässer fliegen und einen Rettungsring über dem in Not geratenen Menschen abwerfen.

Der Hintergrund für das Projekt ist klar: "Ein Großteil der Ertrinkungsunfälle in Deutschland geschieht an unbewachten Gewässern, wo in der Regel keine Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer in unmittelbarer Nähe sind", so Professor Ompe Aimé Mudimu vom Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr der TH Köln

Deshalb könnten die kleinen selbständigen Retter-Drohnen an vielen Badeseen zu wichtigen Ersthelfern aus der Luft werden.

Die Rettung soll per Drohne aus der Luft kommen

An unbewachten Badeseen kann ein Badeunfall schnell lebensbedrohlich werden.
An unbewachten Badeseen kann ein Badeunfall schnell lebensbedrohlich werden.  © Erich Teister / 123rf

Ein weiterer Aspekt, wenn Menschen in Gewässern in Not geraten: "Da es für nicht fachlich ausgebildete Personen oftmals sehr gefährlich ist, selbst aktiv einzugreifen, arbeiten wir an technischen Lösungen für schnelle Hilfe bei solchen Unfällen." Denn nicht jeder Mensch hat die Kraft, eine in Not geratene Person aus dem Wasser zu ziehen.

Wenn die Drohne der Person aber eine Schwimmweste oder einen Rettungsring aus der Luft senden kann, wäre ein erster wichtiger Schritt getan.

Die Kölner Forscher arbeiten gemeinsam mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und anderen Organisationen wie der Feuerwehr an dem drohnenbasierten Rettungssystem.

Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen über zwei Jahre gefördert.

Titelfoto: Nickel Holding GmbH / pr / Erich Teister / 123rf

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