Studie deckt auf: Daran erkennst du, ob jemand lügt

Rotterdam (Niederlande) - Schon mal jemanden beim Lügen ertappt? Dieses Zeichen verrät dir mit ziemlicher Sicherheit, ob jemand nicht ganz ehrlich zu dir ist.

Das Gehirn spielt beim Lügen eine entscheidende Rolle.
Das Gehirn spielt beim Lügen eine entscheidende Rolle.  © 123rf/Sergey Nivens

Forscher der Erasmus-Universität in Rotterdam wollen herausgefunden haben, welches Detail mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf hindeutet, dass jemand nicht die Wahrheit spricht.

Laut ihrer Studie übernehmen wir beim Lügen eher das Verhalten und die Körpersprache der Person, die uns gegenüber steht - und das hat auch einen Grund!

Unser Gehirn ist beim Lügen besonders ausgelastet, um den Anschein zu wahren, dass wir die Wahrheit sagen.

Dies bedeutet, dass die Hirnareale, die unsere Körpersprache steuern, das nachahmen, was wir sehen.

Um dies zu überprüfen, verwendete das Forscher-Team zunächst Kameras, um das Auftreten ihrer Probanden zu untersuchen, wenn sie die Wahrheit sagten.

Im Anschluss wurden die Aufnahmen mit denen von Personen verglichen, die logen.

Für unser Gehirn ist es anstrengender zu lügen, als die Wahrheit zu sagen

Die Körpersprache soll Aufschluss darüber gegeben, wie ehrlich jemand ist. (Symbolbild)
Die Körpersprache soll Aufschluss darüber gegeben, wie ehrlich jemand ist. (Symbolbild)  © 123RF/Piyapong Thongcharoen

"Nonverbale Koordination ist ein besonders interessanter Hinweis auf Täuschung, da ihr Auftreten auf automatischen Prozessen beruht und daher schwieriger zu steuern ist", so die Experten.

Das erste Experiment untersuchte, was passiert, wenn die Probanden entweder die Wahrheit sagen, oder einfache, schwierige und sehr schwierige Lügen von sich gaben.

Im zweiten Experiment erhielten die Befragten auch Anweisungen, die beeinflussen sollten, wie sie sich gegenüber dem Fragesteller verhalten. Dabei kam heraus, dass es für das Gehirn eine größere Anstrengung bedeutet, unehrlich zu sein, als die Wahrheit zu sagen.

"Unsere Ergebnisse stimmen mit der allgemeineren These überein, dass Menschen unter kognitiver Belastung auf automatisierte Prozesse wie Anpassung angewiesen sind", schrieb das Forscher-Team.

Laut den Experten ließ sich dies sogar noch eindeutiger feststellen, wenn jemand seinem Partner die Unwahrheit erzählte. Je brisanter die Lüge war, desto offensichtlicher hat die Person ihr Gegenüber gespiegelt.

Titelfoto: 123RF/Piyapong Thongcharoen

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