Wie entsteht ein Stern? Forschern gelingen spektakuläre Aufnahmen

Garching - Neue Erkenntnisse zur Geburt von Sternen: In der Atacama-Wüste in Chile schafften Forscher der Europäischen Südsternwarte (ESO) wichtige Aufnahmen anderer Galaxien.

Hallo Nachbar: Diese Aufnahme zeigt die nahegelegene Galaxie NGC 4254. Nahegelegen bedeutet hier "nur" etwa 60 Millionen Lichtjahre von unserer Milchstraße entfernt.
Hallo Nachbar: Diese Aufnahme zeigt die nahegelegene Galaxie NGC 4254. Nahegelegen bedeutet hier "nur" etwa 60 Millionen Lichtjahre von unserer Milchstraße entfernt.  © ESO/ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/PHANGS/dpa

"Weit draußen in den unerforschten Einöden eines total aus der Mode gekommenen Ausläufers des westlichen Spiralarms der Galaxis leuchtet unbeachtet eine kleine gelbe Sonne." Na, erkannt? Mit diesen Worten beginnt der Kult-Roman "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams.

Das heute noch gerne zitierte Buch - vor allem, wenn es um die Zahl 42 oder um Handtücher geht - steht stellvertretend für eine Tatsache: Der Weltraum übt eine gewisse Faszination auf die Menschen aus.

Doch was weiß man über das große schwarze Nichts? So gut wie nichts - zumindest bisher.

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Entdeckt und erforscht hat man bislang noch sehr wenig vom Weltall und doch besitzt die Menschheit bereits mehr Informationen, als die meisten vermuten würden.

Immerhin ist unsere Technik bereits so weit, dass wir zum Beispiel kosmische Explosionen, die vor 7500 Jahren passierten, fotografieren können. Wegen der Entfernung dauerte es einfach so lange, bis wir die sterbenden Sterne sehen konnten.

Von der Wüste aus andere Galaxien fotografieren

Aber wie werden dann neue Sterne geboren? Um das noch besser erforschen zu können, braucht es vor allem Daten. Die Europäische Südsternwarte (ESO) hat nun solche gewinnen können.

In der Atacama-Wüste in Chile gelangen den Forschern spektakuläre Aufnahmen nahegelegener Galaxien, mithilfe derer man nun neue Erkenntnisse mit bereits vorhandenen Informationen vervollständigen kann.

Dadurch soll besser nachvollziehbar werden, was eine Sternengeburt überhaupt auslöst: "Wir können das Gas, das Sterne hervorbringt, direkt beobachten, wir sehen die jungen Sterne selbst und wir werden Zeuge ihrer Entwicklung durch verschiedene Phasen", zitiert die dpa den ESO-Astronom Eric Emsellem.

Gemacht wurden die Aufnahmen übrigens mit dem sogenannten VLT - dem "Very Large Telescope". Ein Name, der auch von Douglas Adams hätte stammen können.

Titelfoto: ESO/ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/PHANGS/dpa

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