Zurück aus den Niederlanden: "Himmelsscheibe von Nebra" wieder im Landesmuseum Halle

Halle (Saale) - Die über 3600 Jahre alte "Himmelsscheibe von Nebra" ist wieder an ihrem angestammten Platz im Landesmuseum in Halle.

Die "Himmelsscheibe von Nebra" ist zurück in Halle und kann ab Mittwoch wieder besichtigt werden.
Die "Himmelsscheibe von Nebra" ist zurück in Halle und kann ab Mittwoch wieder besichtigt werden.  © Hendrik Schmidt/dpa

Die Scheibe war zuletzt bis zum 18. September in einer Ausstellung im Drents Museum in Assen (Niederlande) zu sehen, davor wurde sie in London gezeigt.

"Der Einbau in die Hochsicherheitsvitrine ist aufwendig", sagte Museumssprecher Alfred Reichenberger am Dienstag. Für die Öffentlichkeit ist der wertvolle Fund wieder ab Mittwoch (12. Oktober) zu sehen.

Die Scheibe sei nach ihrer Rückkehr aus den Niederlanden vor dem Einbau nochmals gezeichnet worden. "In einer archäologischen Zeichnung können im Unterschied zu einem Foto verschiedene Details berücksichtigt werden", sagte Reichenberger. Zudem wurde die Oberfläche der Scheibe noch unter einem hochauflösenden Mikroskop analysiert.

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Die "Himmelsscheibe von Nebra" gilt weltweit als die älteste Darstellung konkreter Himmelsphänomene. 2013 wurde die Bronzescheibe in das "Memory of the World"-Register der UN-Kulturorganisation Unesco aufgenommen.

Himmelsscheibe als Höhepunkt der Dauerausstellung

Die Dauerausstellung im Landesmuseum bietet auf 2300 Quadratmetern rund 8000 Funde.

Am Beginn steht eine Nachbildung des rund 400.000 Jahre alten steinzeitlichen Lagerplatzes von Bilzingsleben (Thüringen) mit Schädelknochen und Gerätschaften des "Homo erectus von Bilzingsleben".

Höhepunkt ist die Himmelsscheibe.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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