Drachenlord meldet sich zurück: Haft-Urteil "ungerecht", Vorwürfe gegen Staatsanwaltschaft

Emskirchen - Nach seiner Verurteilung zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung, hat sich der Youtuber "Drachenlord" (32) in einem etwa 15 Minuten langem Video zu Wort gemeldet.

In seinem Video zeigt der Youtuber "Drachenlord" seine Sichtweise auf die Geschehnisse, die zur Haftstrafe führten.
In seinem Video zeigt der Youtuber "Drachenlord" seine Sichtweise auf die Geschehnisse, die zur Haftstrafe führten.  © Screenshot/Youtube/Drachenlord

Vor Gericht gestand er, einen Mann vor seinem Haus mit einer Taschenlampe attackiert und an der Stirn verletzt zu haben. Außerdem gab er zu, einen anderen in den Schwitzkasten genommen und geschlagen zu haben. Es waren nicht die einzigen Vorwürfe, die ihm nun zum Verhängnis wurden.

In dem Beitrag vom Freitag schildert er die Erlebnisse und den Prozess, der ihm letzten Endes die Verurteilung einbrachte, aus seiner Sicht.

Eines wird schnell klar: Einsichtig zeigt sich der Youtuber nicht, überlegt sogar, gegen das Urteil vorzugehen. "Es ist ungerecht, meiner Meinung nach", so der 32-Jährige.

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Was ihn "am meisten abgefuckt" hätte, sei, dass ihm unterstellt wird, er "sei ein Bewährungsversager. Und dabei ist das überhaupt nicht wahr." Er hätte die ihm in der Vergangenheit auferlegten 50 Sozialstunden nicht ableisten können, da ihn niemand eingestellt hätte.

Einige der nun verhandelten Vorwürfe, begann er während seiner siebenmonatigen Bewährungszeit.

Drachenlord-Statement: "Verhandlung und meine Meinung"

Drachenlords Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft

Der "Drachenlord" wurde zu zwei Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.
Der "Drachenlord" wurde zu zwei Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.  © Daniel Karmann/dpa

Seinen Darstellungen nach hätten sich Personen Zutritt zu seinem Grundstück verschafft. Er hätte sich nur verteidigt. "Mich würde halt interessieren, wie irgendjemand anderes reagieren würde", stellt der Drachenlord in den Raum.

"Ich darf nicht zuschlagen, ich darf nichts sagen, ich darf mich nicht mal aufregen", fasst er seine Eindrücke zusammen. Die Polizei würde teilweise zu lange brauchen, bis sie käme: "Ich hab halt keine Möglichkeiten mich anders zu wehren."

Der Staatsanwaltschaft warf er zudem vor, fälschlicherweise behauptet zu haben, dass sein ganzer Kanal provokant sei. Man hätte sich seine Videos schließlich nicht mal angesehen, um darüber urteilen zu können.

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"Ich mach sehr viele Gaming-Streams, wir machen sehr viele Laber-Streams. Und all diese Sachen sind nicht provokant", rechtfertigt sich der Youtuber.

"Ich bin mit dem Urteil nicht einverstanden. Definitiv nicht", sagte Drachenlord sichtlich erschöpft.

Abschließend bekräftigte er noch einmal, dass er - entgegen vieler Behauptungen - keinen Nervenzusammenbruch gehabt hätte. Er sei nur sehr müde gewesen, weil er zum Zeitpunkt des Urteils 31 Stunden lang nicht geschlafen hätte.

Titelfoto: Screenshot/Youtube/Drachenlord

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