Bis zu 1000 Euro als Anerkennung für besondere Leistung: Corona-Bonus erreicht Pflegekräfte

Erfurt - In Thüringen haben die Beschäftigten in der Altenpflege nach Angaben des Gesundheitsministeriums den ersten Teil des Corona-Bonus erhalten. 

Eine Pflegekraft mit einer Senioren (Symbolbild).
Eine Pflegekraft mit einer Senioren (Symbolbild).  © 123rf/obencem

Ausgezahlt worden sei der Anteil der Pflegekassen von bis zu 1000 Euro pro Kopf, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Zur Auszahlung von weiteren 500 Euro, die das Land beisteuere, liefen derzeit noch Gespräche mit den gesetzlichen Krankenkassen über eine Verwaltungsvereinbarung. 

Mit dem Zuschlag, der bei Auszahlung in diesem Jahr für die Beschäftigten steuerfrei ist, sollen deren besondere Belastungen in der Corona-Pandemie gewürdigt werden. 

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In Thüringen sind insgesamt 32.000 Menschen in der Altenpflege tätig.

Prämie von Beschäftigungsgrad abhängig

Die Höhe des Zuschlags für die einzelnen Pflegebeschäftigten hängt von ihrer konkreten Tätigkeit ab. 

Den vollen Betrag erhalten Angestellte, die unmittelbare Pflegetätigkeiten übernehmen und mindestens 35 Stunden pro Woche arbeiten, wie ein Sprecher der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Thüringen sagte. 

Bei den übrigen Beschäftigten falle der Betrag entsprechend geringer aus. Die rund 2500 AWO-Mitarbeiter in Pflegeheimen hätten den ersten Teil des Zuschlags mit dem Juligehalt erhalten. "Das ging reibungslos", sagte der Sprecher.

Auch Beschäftigte in der Krankenpflege sollen eine Corona-Prämie erhalten. Die gesetzlichen Krankenkassen stellen dafür bundesweit 100 Millionen Euro bereit.

Verschiedene Kassen kritisieren, dass die pandemiebedingten Mehrkosten im Gesundheitswesen überwiegend von ihnen zu zahlen seien. Es sei unsozial, sie allein den gesetzlich Versicherten aufzubürden, hatte etwa die IKK classic kritisiert. 

Titelfoto: 123rf/obencem

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