15.000 Menschen ohne Heizung und warmes Wasser: Riss in Schweißnaht endet im Katastrophenfall

Jena - Nach dem Katastrophenfall am Mittwochabend geht es in Jena wieder bergauf.

Mitarbeiter der Stadtwerke reparieren die Fernwärmeleitung.
Mitarbeiter der Stadtwerke reparieren die Fernwärmeleitung.  © NEWS5 / Fricke

Grund für den Alarm war eine Havarie in einer Fernwärmeleitung. Rund 6500 Haushalte mit knapp 15.000 Menschen in großen Teilen von Jena-Nord mussten bei minus 15 Grad Außentemperatur in ihren eigenen vier Wänden ohne Heizung und heißes Wasser auskommen.

"Ursache für die Havarie war ein Riss in der Schweißnaht", sagte Michael Putzmann, Betriebsingenieur der Stadtwerke Jena. Am Mittwochmorgen war aus einem unterirdischen Fernwärmebauwerk eine heiße Dampfwolke ausgetreten.

Da die Wärmeversorgung zunächst nicht wiederhergestellt werden konnte, rief Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (45, FDP) gegen 19 Uhr den Katastrophenfall für das betroffene Stadtgebiet aus.

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Die Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen waren für diese Zeit aufgehoben. Das Rathaus selbst hatte Notunterkünfte in Turnhallen und Hotels organisiert. Die sechs betroffenen Pflegeheime wurden mit Heizgeräten ausgestattet.

Gegen 23.30 Uhr konnte die Problemstelle, die zur Unterbrechung der Fernwärme geführt hatte, ausfindig gemacht werden. "Wir haben die Havariestelle lokalisiert. Wir bereiten jetzt die Schweißstelle vor, sodass wir in den nächsten Stunden die Stelle reparieren können", erklärte Putzmann.

Nach einem erfolgreich durchgeführten Belastungstest wurde der Betrieb ab 3 Uhr schrittweise hochgefahren. Gegen 5 Uhr lag die Temperatur der Fernwärmeleitung schon wieder bei etwa 118 Grad.

Titelfoto: NEWS5 / Fricke

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