150 Streikende in Jena - der Rest kämpft an Uniklinik gegen die Pandemie

Jena - Kurz vor der entscheidenden Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes haben Beschäftigte des Uniklinikums Jena und weiterer Landeseinrichtungen die Arbeit niedergelegt.

Etwa 150 Streikende kamen am Donnerstag auf dem Jenaer Eichplatz zusammen. Sie forderten mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen.
Etwa 150 Streikende kamen am Donnerstag auf dem Jenaer Eichplatz zusammen. Sie forderten mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

An einem Warnstreik in Jena beteiligten sich etwa 150 Menschen, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi sagte. Die Kundgebung fand auf dem zentralen Eichplatz statt.

Doch gerade am Universitätsklinikum habe man viele Streikwillige zum Dienst schicken müssen, um die Patienten zu versorgen, sagte der Sprecher.

Die Behandlung von Notfällen und die Versorgung auf den Corona-Stationen seien sichergestellt, hatte es vorab von der Gewerkschaft geheißen.

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Auch Mitarbeiter der Thüringer Ministerien, mehrerer Landesämter und des Landtags waren zum Warnstreik aufgerufen.

Forderung: Fünf Prozent mehr Gehalt!

Außerdem forderte die Bildungsgewerkschaft GEW Tarifbeschäftigte der Jenaer Hochschulen sowie der staatlichen Schulen auf, die Arbeit niederzulegen. Sie sollten im Laufe des Vormittags zu den Streikenden am Eichplatz hinzustoßen.

Am 27. und 28. November steht in Potsdam die entscheidende Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) an.

Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von einem Jahr. Für Praktikanten solle es 100 Euro mehr geben. An den Hochschulen forderte die GEW auch einen Tarifvertrag für studentische Mitarbeiter und wirksame Maßnahmen, um befristete Beschäftigung einzudämmen.

Die TdL wies die Forderungen bisher als unrealistisch zurück und legte noch kein Angebot vor.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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