39-Jähriger will unbedingt in die Klapse und lügt die Polizei mehrfach an

Jena - Ein 39-Jähriger aus Jena ging der Polizei am Sonntagabend mehrfach auf den Zeiger, weil er in die Psychiatrie wollte. Um seinen Willen zu bekommen, versuchte er es mit allen Mitteln.

Ein 39-Jähriger aus Jena meldete sich mehrfach bei der Polizei und betonte in die Psychiatrie zu wollen. (Symbolbild)
Ein 39-Jähriger aus Jena meldete sich mehrfach bei der Polizei und betonte in die Psychiatrie zu wollen. (Symbolbild)  © Montage: dpa/Paul Zinken, dpa/Boris Roessler

Mehrfach rief er über den Notruf die Beamten in der Einsatzzentrale in Erfurt an und teilte ihnen mit, dass er in die "Klapper" möchte.

Die Ordnungshüter erklärte dem Mann daraufhin, dass es ihm selbst überlassen wird, in die Psychiatrie zu gehen. In der Folge teilten sie dem 39-Jährigen mit, dass mittels Taxi, Freunden, öffentlichen Verkehrsmitteln oder aber einfach zu Fuß den Weg dahin bestreiten kann.

Mit dieser Antwort wollte sich der Psychiatriewillige jedoch nicht zufriedengeben und meldete sich kurze Zeit später erneut bei der Polizei. Doch dieses Mal gab er einen anderen Vorwand an.

Thüringen: Fünf Bewohner bei Brand in Mehrfamilienhaus verletzt
Thüringen Thüringen: Fünf Bewohner bei Brand in Mehrfamilienhaus verletzt

Er behauptete, dass es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen ihm und weiteren Personen gekommen sei und es Verletzte gebe, sagten die Beamten.

Vor Ort konnten die Ordnungshüter keine Schlägerei feststellen. Es stellte sich heraus, dass der 39-Jährige gelogen hatte und diese Finte als Mittel zum Zweck nutzen wollte, um in die "Klapse" zu kommen.

Als letzten Versuch bot er den Polizisten noch einen Alkoholwert von 2,59 Promille an. Daraufhin wurde sein "Wille" erfüllt, und er durfte im Rettungswagen in die Psychiatrie fahren.

Wegen seiner Lügen muss sich der Mann nun wegen Notrufmissbrauchs verantworten.

Titelfoto: Montage: dpa/Paul Zinken, dpa/Boris Roessler

Mehr zum Thema Thüringen: