AfD-Politiker missachtet Corona-Regeln: Wird ihm ein Foto zum Verhängnis?

Gera - Die AfD hält bekanntermaßen nicht sonderlich viel von den aktuellen Maßnahmen während der Corona-Pandemie und stellt das immer wieder zur Schau. Einem Politiker könnte wegen einer erneuten Missachtung der Regeln nun allerdings richtig Ärger drohen.

Stephan Brandner (54, AfD), Mitglied des Deutschen Bundestages, spricht bei einer Kundgebung der AfD.
Stephan Brandner (54, AfD), Mitglied des Deutschen Bundestages, spricht bei einer Kundgebung der AfD.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

"Heimweg mit dem - wieder nicht pünktlichen", schrieb Stephan Brandner (54, AfD) auf seinem Twitter-Profil. Nach dem verständlichen, aber unvollendeten Halbsatz, folgten ein wütendes Emoji und eine Lok. 

Mit dieser mehr oder weniger kreativen Art wollte der Rechtsanwalt aus Gera wohl seinen Unmut über die Verspätung der Deutschen Bahn zum Ausdruck bringen. 

Unter seinem Text fügte er dann noch ein Foto von sich ein, wie er aus dem Zug schaut. Doch ein Detail fiel bei dem Post des Abgeordneten besonders auf: Brandner trug keine Maske. 

Dabei ist eine Mund-Nasen-Bedeckung während der Fahrt eigentlich Pflicht.

Ein Nutzer wollte bei Brandners Regelstoß wohl nicht einfach wegschauen und meldete den Tweet den Behörden. "@Polizei Thüringen kümmern Sie sich um den typ?", schrieb er und verlinkte auch die Bahn. "@Deutsche Bahn erteilen Sie bitte ein allgemeines Nutzungsverbot für den Spinner der es offenbar trotz Studiums der Rechtswissenschaft nicht hinbekommt die Maskenpflicht umzusetzen? Vermutlich ist er wieder auf die Toilette geflüchtet", schrieb er. (Rechtschreibung übernommen)

Wie der Eisenbahnkonzern mit der Situation umgegangen ist, ist nicht bekannt. Dennoch kann dem Mitglied des Bundestages im Nachhinein noch Ärger drohen.

Die Polizei Thüringen reagierte nämlich auf die Zeilen des Nutzers und schrieb: "Wer bereits das Tragen einer Maske als unangenehm empfindet, wird ein Beatmungsgerät hassen. Wir haben den Tweet gesichert und leiten ihn zuständigkeitshalber an die Kollegen der Bundespolizei weiter." 

Stephan Brandner fällt erneut negativ auf

Vor rund zwei Monaten hatte der 54-Jährige bereits einen Einsatz der Bundespolizei ausgelöst, weil er sich auf der ICE-Strecke Berlin-Rügen weigerte, eine Maske zu tragen. 

Der Politiker soll dabei wohl zum Schaffner gesagt haben, dass er gerade etwas Esse und es sich dann überlegen werde, eine Maske aufzusetzen. Der Kontrolleur verständigte die Polizei, woraufhin sich Brandner auf der Toilette eingeschlossen haben soll. Brandner ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. 

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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