Armes Thüringen: Rentner im Freistaat erhalten am wenigsten Rente

Erfurt - Am Donnerstag veröffentlichte die Deutsche Rentenversicherung den Rentenatlas 2020. Demnach bekommen Ruheständler in Thüringen die niedrigste Durchschnittsrente.

Eine Rentnerin zählt ihr Geld. (Symbolbild)
Eine Rentnerin zählt ihr Geld. (Symbolbild)  © 123RF/kasto

In Thüringen gibt es rund 581.000 Rentner. Durchschnittlich erhalten sich sie eine Altersrente von monatlich 1292 Euro. Damit belegt die Grüne Mitte Deutschlands im bundesweiten Vergleich den letzten Platz.

Bundesweit liegt der Bruttobetrag der Altersrenten nach mindestens 35 Versicherungsjahren im Durchschnitt bei 1413 Euro, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Rentenatlas 2020 der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht.

Die höchsten Durchschnittsrenten werden demnach im Saarland bezogen. Durchschnittlich 1545 Euro erhalten die Rentner dort pro Monat. Platz zwei belegt Nordrhein-Westfalen mit 1522 Euro. Der männliche Durchschnittsrentner in Thüringen 1417 Euro im Monat, die Durchschnittsrentnerin kommt auf 1163 Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern kriegen Männer mit durchschnittlich 1405 Euro eine noch geringeres Ruhegehalt als die Thüringer. 

Männer mit höheren Renten als Frauen

Die höchsten Beträge bekommen Männer in Nordrhein-Westfalen (1689 Euro) und im Saarland (1674 Euro). Dort wurden früher viele Männer im Bergbau gut bezahlt und bekommen jetzt eine vergleichsweise hohen Auszahlung. Mit 1134 Euro im Monat bekommen Frauen in Niedersachsen die geringste Rente. 

Nach Angaben der Rentenversicherung fällt die Differenz zwischen der Durchschnittsrenten für Männer und Frauen im Osten Deutschlands geringer aus als im Westen. 

Wichtigster Grund: Frauen im Osten waren weniger teilzeitbeschäftigt. Dadurch sind dort die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen geringer als im Westen.

Titelfoto: 123RF/kasto

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