Ausflug mit Folgen: Zehn Wanderer lösen Hubschraubereinsatz aus

Jena/Salzburg - Ausflug mit Folgen: Zehn deutsche Wanderer, darunter fünf Thüringer, haben den Wintereinbruch in den österreichischen Alpen unterschätzt und einen Hubschraubereinsatz im Neuschnee ausgelöst.

Ein Rettungshubschrauber fliegt über schneebedeckte Berge (Symbolfoto).
Ein Rettungshubschrauber fliegt über schneebedeckte Berge (Symbolfoto).  © 123RF/Scott Betts

Unter den Wanderern waren vier Personen aus Jena und eine aus dem Kreis Saalfeld-Rudolstadt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Drei Menschen stammten aus Bayern und je ein Wanderer aus Hessen und Rheinland-Pfalz. Alle zehn blieben glücklicherweise unverletzt. 

Wie konnte es überhaupt soweit kommen?

Die Gruppe hatte das Wochenende auf einer Hütte in Saalfelden am Steinernen Meer im Pinzgau (Österreich) verbracht. 

Laut Polizeiangaben machten sie sich am Sonntagmorgen auf den Weg ins Tal, obwohl die Hüttenwirtin wegen des Neuschnees am Samstag davon abgeraten hatte.

Doch sie hörten nicht auf diese Worte und gingen los. Die Wirtin machte sich jedoch Sorgen über einen möglichen Schneerutsch und alarmierte die Bergretter. 

Wie sich später herausstellte, sollte sich die Kontaktaufnahme mit den Einsatzkräften lohnen. 

Einsatzkräfte befreiten die feststeckenden Wanderer aus dem Schnee

Auf rund 2000 Metern Höhe entdeckten die Bergretter schließlich die unbelehrbare Wandergruppe - feststeckend im Schnee. 

"Nach erfolgter Kontaktaufnahme mit den sichtlich erleichterten Personen", so die Polizei, flogen die Retter die unverletzten Wanderer auf eine Alm und stiegen dann mit ihnen weiter ab.

Für die Kosten des Einsatzes müssen die Wanderer nun selbst zahlen. "Auch wenn nur wenige Zentimeter Schnee angesagt werden, können im Gebirge zwei bis drei Meter hohe Schneeverwehungen entstehen", warnte Bergretter Markus Reichholf.

In Zukunft sollten die Wanderer auf die Ratschläge von ortskundigen Personen hören. 

Titelfoto: 123RF/Scott Betts

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