Corona-Hammer: Thüringer Landkreis führt die Ausgangssperre wieder ein!

Schleiz - Der Saale-Orla-Kreis hat am heutigen Montag eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Die Menschen müssen wieder einmal deutliche Einschnitte hinnehmen.

Torsten Bossert (l.), Amtsarzt, spricht mit Landrat Thomas Fügmann (66, CDU) im Landratsamt des Saale-Orla-Kreises. Der Landkreis führt ab Dienstag wieder die nächtliche Ausgangssperre ein. Schulen und Kitas werden wieder geschlossen.
Torsten Bossert (l.), Amtsarzt, spricht mit Landrat Thomas Fügmann (66, CDU) im Landratsamt des Saale-Orla-Kreises. Der Landkreis führt ab Dienstag wieder die nächtliche Ausgangssperre ein. Schulen und Kitas werden wieder geschlossen.  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

In der neuen Verfügung wird unter anderem die Schließung von Schulen und Kindergärten ab Dienstag, den 2. März, angeordnet, wie der Landkreis in einer Mitteilung erklärte. Grund dafür sind die hohen Infektionszahlen.

Aktuell liegt die Inzidenz bei 224,1- ab einem Wert von 200 müssen in Thüringen die Einrichtungen geschlossen werden. Einzig und allein eine Notbetreuung ist weiterhin erlaubt (TAG24 berichtete).

Neben der erneuten Schließung der Bildungseinrichtungen wird die nächtliche Ausgangssperre laut Mitteilung wieder eingeführt. Im Zeitraum von 22 bis 5 Uhr dürfen die Menschen ihre eigene Wohnung nur noch aus einem triftigen Grund verlassen.

Dazu zählen medizinische Notfälle, der Weg zur Arbeit oder zur Versorgung von Tieren.

Die aktuellen Fallzahlen: Saale-Orla-Kreis ist einer von drei Problem-Landkreisen

Fügmann: Kontakte mit Freunden und Bekannten vermeiden

Landrat Thomas Fügmann (66, CDU) begründete diesen Schritt mit folgenden Worten: "Die meisten Menschen sind in dieser Zeit ohnehin zu Hause, aber die Polizei hat in den vergangenen Wochen und Monaten überraschend viele Personen festgestellt, die sich in den späten Abend- und Nachtstunden zu Feiern und anderen geselligen Runden getroffen haben."

Da das Infektionsrisiko laut Fügmann im lockeren Umgang mit Freunden und Bekannten viel höher ist als beim Einkaufen im Supermarkt unter Hygienevorschriften, gilt es, diese Kontakte in Zukunft wieder zu vermeiden, betonte er.

Die neue Allgemeinverfügung gilt bis zum 15. März. Schulen und Kitas sollen jedoch so lange geschlossen bleiben, bis sich das Infektionsgeschehen "nachhaltig beruhigt", wie es in der Mitteilung heißt.

Titelfoto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

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