Corona-Regeln müssen verschärft werden: Zwei Thüringer Gebiete rutschen in Warnstufe 1

Erfurt - Zwei Kommunen in Thüringen müssen nach dem Erreichen der ersten Corona-Warnstufe nun Maßnahmen zum Gegensteuern ergreifen.

In Suhl und dem Landkreis Hildburghausen haben die Zahl der Neuinfektionen und die der Krankenhausbelegungen zugenommen. Nun müssen die Kommunen mit entsprechenden Maßnahmen reagieren. (Symbolfoto)
In Suhl und dem Landkreis Hildburghausen haben die Zahl der Neuinfektionen und die der Krankenhausbelegungen zugenommen. Nun müssen die Kommunen mit entsprechenden Maßnahmen reagieren. (Symbolfoto)  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Nach dem Thüringer Frühwarnsystem erreichten die kreisfreie Stadt Suhl und der Landkreis Hildburghausen am Sonntag die Warnstufe "Gelb", wie aus einer Übersicht des Thüringer Gesundheitsministeriums hervorgeht.

In den zwei Südthüringer Kommunen liegt sowohl die Inzidenz bei Neuinfektionen und die der Krankenhausbehandlungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Tagen über dem jeweiligen Schwellenwert von 35 beziehungsweise vier.

Nach den Thüringer Corona-Regeln sind die Kommunen beim Erreichen der ersten Warnstufe verpflichtet, Schutzvorkehrungen zur Pandemie-Eindämmung zu treffen, etwa den Besuch von Gaststätten, Hotels, Schwimmbädern und Fitnessstudios nur geimpften, genesenen oder negativ getesteten Menschen zu erlauben.

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In Suhl lag die Zahl der Neuinfektionen am Sonntag bei 71,4 - der höchste Wert im Freistaat - und den vierten Tag in Folge über der Marke von 35. Die Zahl der wöchentlichen Klinikfälle je 100.000 Einwohner wurde mit 8,2 angegeben, sie lag den dritten Tag hintereinander über dem Schwellenwert von vier.

Im Kreis Hildburghausen war der Grenzwert bei Neuinfektionen am heutigen Sonntag (55,9) den achten und der bei Klinikeinweisungen wegen oder mit Corona (9,6) ebenfalls den dritten Tag in Folge überschritten.

Suhl und Hildburghausen rutschen in Warnstufe 1

Thüringenweit stieg der Wert bei Neuinfektionen am Sonntag nach Zahlen des Robert Koch-Instituts weiter - auf 30,4. Im Bundesvergleich ist das der drittniedrigste Wert hinter Sachsen-Anhalt (22,9) und Sachsen (29).

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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