Mann will Impfbescheinigung ohne gespritzt zu werden: Zwei Verletzte!

Gera - In Thüringen ist bei einer Corona-Impfaktion in Gera am heutigen Samstag ein mobiles Impfteam angegriffen worden.

Bei einer mobilen Impf-Aktion wurden zwei Personen verletzt, weil einer nur eine Bescheinigung ohne Impfung wollte. (Symbolbild)
Bei einer mobilen Impf-Aktion wurden zwei Personen verletzt, weil einer nur eine Bescheinigung ohne Impfung wollte. (Symbolbild)  © dpa/Frank Rumpenhorst

Dabei seien zwei Mitglieder des Teams verletzt worden, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mitteilte. Die Polizei bestätigte den Vorfall, der sich am Nachmittag in einem Geraer Einkaufszentrum ereignete.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) hatte der Mann am Nachmittag im Einkaufszentrum Gera-Arcaden eine Impfbescheinigung verlangt, sich aber nicht impfen lassen wollen.

Als die Mitarbeiter ihm sagten, dass es ohne Impfung keine Bescheinigung gebe, sei der Mann ausgetickt. Eine medizinische Fachangestellte und ein Helfer seien von ihm verletzt worden.

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Sie wurden in einem Krankenhaus behandelt. Nach Angaben von KV-Pandemiestabsleiter Jörg Mertz konnten sie aber bereits wieder entlassen werden.

Die Polizei stellte den Mann nach Angaben eines Sprechers in einem Parkhaus, gegen ihn laufe eine Anzeige. Er sei auf freiem Fuß. Laut Polizei soll auch er im Einkaufszentrum leicht verletzt worden sein. Der KV zufolge waren die Daten des Mannes bekannt, da er sich bei der Impfaktion habe registrieren lassen.

Mertz zufolge ist es das erste Mal seit Beginn der Impfkampagne, dass ein Impfteam in Thüringen angegriffen wurde. Die Impfaktion wurde daraufhin abgebrochen. Bis zum Vorfall waren 120 Menschen geimpft worden.

Die Aktion soll wiederholt werden.

Update, 19.30 Uhr: Politiker reagieren auf Tat

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (52, Linke) verurteilte die Tat ebenso wie Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb (49, parteilos). "Aus der Hetze der Impfgegner werden Taten", sagte Werner.

"Das können wir als Gesellschaft nicht akzeptieren. Unsere Impfteams sind unterwegs, damit sich Menschen vor der Infektion mit dem heimtückischen Virus schützen können."

Titelfoto: Montage: dpa/Frank Rumpenhorst, dpa/Sina Schuldt

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