Wurde das "Waldhaus" der Rechtsextremisten absichtlich abgefackelt?

Sonneberg - Nach dem Brand der ehemaligen Gaststätte "Waldhaus" in Sonneberg hat die Staatsanwaltschaft eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen.

Die ehemalige Gaststätte "Waldhaus" wurde bei einem Brand komplett zerstört.
Die ehemalige Gaststätte "Waldhaus" wurde bei einem Brand komplett zerstört.  © NEWS5 / Ittig

Noch werde in alle Richtungen ermittelt, "es liegen auch Indizien vor, dass eine Brandstiftung in Betracht kommt", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Meiningen auf Anfrage. Unter anderem hätten Hindernisse auf der Zufahrtsstraße gelegen. Zuvor berichtete der MDR über Baumstämme, die den Weg zu dem früheren Wirtshaus blockiert haben sollen.

"Diese konnten relativ leicht beseitigt und weggeräumt werden", erklärte der Sprecher. Von ihnen sei kein Einfluss auf die Löscharbeiten ausgegangen. Die Ermittlungen zur Brandursache dauerten an.

Der Brand am Samstagabend hatte zu einem Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei in Sonneberg geführt. Das Gebäude war nach Polizeiangaben von Sonntag am frühen Morgen aus bislang unbekannter Ursache in Brand geraten.

Die Kameraden seien noch am Sonntagvormittag mit Löscharbeiten beschäftigt gewesen, heißt es. Den Angaben zufolge wird der entstandene Sachschaden derzeit auf eine Höhe von etwa 100.000 Euro geschätzt, das Haus ist komplett zerstört worden. In vergangenen Jahren wurde das Lokal laut Verfassungsschutz als Treffpunkt für die rechte Szene genutzt.

Ein politisches Motiv können zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigt noch dementiert werden, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Titelfoto: NEWS5 / Ittig

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