Razzien in Thüringen: Polizei sucht nach Kleidung mit Blutspuren

Erfurt - Bei den Razzien im Zusammenhang mit dem Angriff auf eine Gruppe junger Menschen vor der Staatskanzlei in Erfurt haben die Ermittler unter anderem nach Kleidungsstücken der Beschuldigten aus der Tatnacht gesucht. 
Am 18. Juli hat es vor der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt eine Schlägerei gegeben.
Am 18. Juli hat es vor der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt eine Schlägerei gegeben.  © Marcus Scheidel

Möglicherweise fänden sich an dieser Kleidung auch noch Blutspuren, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt, Hannes Grünseisen, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. 

"Die gehen auch durchs Waschen nicht zwingend raus." 

Welche Beweismittel bei den Durchsuchungen bislang durch die Polizei genau sichergestellt wurden, sei noch nicht abschließend klar. Gesucht wurde aber auch nach Mobiltelefonen.

Die Razzien hatten am frühen Mittwochmorgen begonnen. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft richten sie sich gegen neun Beschuldigte, die im Verdacht stehen, an einem Überfall am 18. Juli auf mehrere junge Menschen auf einer Grünfläche vor der Thüringer Staatskanzlei beteiligt gewesen zu sein (TAG24 berichtete). 

Die Durchsuchungen fanden in Erfurt und in einem Ort im Saale-Holzland-Kreis statt. Nach früheren Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden haben einige der Angreifer einen rechtsextremen Hintergrund.

Ermittlungen laufen gegen 12 Beschuldigte

Insgesamt wird gegen zwölf Beschuldigte ermittelt. Bei drei von ihnen habe es keine Razzia gegeben, da deren Mobiltelefone durch die Ermittler bereits sichergestellt wurden, sagte Grünseisen. 

Die drei Männer waren unmittelbar nach dem Angriff festgenommen, dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Es gebe keine Haftgründe gegen sie, sagte Grünseisen.

Titelfoto: Marcus Scheidel

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