Ein bestätigter Fall im Januar! Thüringen meldet kaum noch Grippefälle

Erfurt - Unter dem Radar der Corona-Pandemie verläuft die Grippesaison 2020/2021 in Thüringen bislang sehr verhalten.

Eine Frau putzt sich die Nase: In Thüringen ist die Grippe-Welle bislang nicht existent. (Symbolbild)
Eine Frau putzt sich die Nase: In Thüringen ist die Grippe-Welle bislang nicht existent. (Symbolbild)  © Maurizio Gambarini/dpa

Wie das Landesgesundheitsministerium am Freitag mitteilte, wurden seit Oktober insgesamt 13 labordiagnostisch bestätigte Fälle von Virusgrippe (Influenza) gezählt. In der ersten Januarwoche wurde ein Grippefall gemeldet.

Die Zahlen liegen laut Ministerium deutlich unter dem Niveau der Vorsaison.

In der aktuellen Saison werde von einer Zirkulation von Grippeviren auf einem extrem niedrigen Niveau ausgegangen, begründete dies das Ministerium unter Berufung auf die Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Die Grippesaison 2019/2020 hatte sich in Thüringen im Laufe der Monate mit mehr als 9000 nachgewiesenen Fällen und acht Todesfällen zu einer der schwersten Grippewellen der vergangenen Jahre entwickelt.

In der Endphase, die auf die beginnende Corona-Pandemie mit flächendeckenden Schließungen von Kindergärten und Schulen traf, waren die Zahlen spürbar zurückgegangen. Generell muss bei Grippe-Fällen von einer gewissen Dunkelziffer ausgegangen werden, da nicht alle Ärzte eine Labordiagnostik veranlassen.

Das Altersspektrum der bislang in dieser Saison Erkrankten reicht in Thüringen von einem Jahr bis 92 Jahre. Vier über 70 Jahre alte Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Titelfoto: Maurizio Gambarini/dpa

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